Betreff: Clean Eating - immer schön sauber bleiben

Beim Clean Eating geht es vor allem darum, möglichst „reines“ Essen zu sich zu nehmen. Ein „zurück zur Natur“. Ziel bei Clean Eating: möglichst natürliche Zutaten frisch und gesund zuzubereiten. Aber was genau Clean Eating bedeutet, ist oft nicht klar. Gewichtsverlust, Gesundheit, ein längeres Leben – selbsternannte Experten versprechen Dir viel, aber diese willkommenen Nebeneffekte sind keinesfalls garantiert. Im Schwerpunktthema heute findest Du mehr Informationen.
Was gibt es Neues?

Gute und schlechte Nachrichten
Die schlechte Nachricht: wir müssen unsere Challenge um 1 Woche verschieben. Statt am 20. März geht es am 27. März los. Die gute Nachricht: ein Workshop, den ich lange geplant hatte, der aber so gut wie abgesagt war, findet doch statt. Die Teilnehmer sind wohl vom schönen Wetter beflügelt und ich freue mich natürlich, dieses Training abhalten zu dürfen.
Aber ich will halt auch für die 14 Tage Challenge Online meine ganze Kraft geben. Also, noch etwas Geduld.
Ich habe auch kritisches Feedback bekommen, mit der Bitte, einen deutschen Titel zu wählen. Also statt „Your best Body Now“ vielleicht „Du – in Deiner Bestform“. 
Wir überlegen noch und Ideen sind herzlich willkommen.

Du willst Dich anmelden? Die Seite ist schon Online und Du kannst Dich gerne eintragen:
WAS STECKT HINTER CLEAN EATING?

Wörtlich etwa „sauberes, reines Essen“ – wobei hier nicht Hygiene gemeint ist, sondern Natürlichkeit. Das Schöne am Clean-Eating-Konzept: Alles ist erlaubt, auch Kohlenhydrate. Wichtigste Regel: Das Essen soll naturbelassen sein – unverarbeitete, natürliche Rohstoffe wie Gemüse, Obst, Salat, Fleisch, Fisch, Vollkornprodukte stehen im Vordergrund. Wer sich daran hält, verzichtet automatisch auf synthetische Zusatzstoffe, Süßstoffe, Zucker, Farb- und Aromastoffe, Geschmacksverstärker, ungesunde Transfette und andere unerwünschte Stoffe in verarbeiteten Lebensmitteln. Faustregel: je kürzer die Zutatenliste, desto besser! Dass Fast Food und Junkfood tabu sind, versteht sich von selbst. Dazu kommen ein paar Verhaltensregeln wie täglich frühstücken, regelmäßig essen (bis zu sechs kleine Mahlzeiten am Tag) und bei jeder Mahlzeit komplexe Kohlenhydrate mit Eiweiß kombinieren. Also beispielsweise: Vollkornreis mit Fisch.


GIBT'S RISIKEN BEI CLEAN EATING?

Eigentlich nicht. Clean Eating entspricht im Prinzip den guten alten Empfehlungen der ausgewogenen Mischkost. Wer naturbelassene Lebensmittel bevorzugt, auf die Qualität achtet und seine Mahlzeiten selbst zubereitet, tut sich mit Sicherheit etwas Gutes.
Clean Eating ist aber auch ein Modetrend und Internethype mit vielen Blogs, in der Regel von selbsternannten Experten, auch Amateur genannt, betrieben. Diese Leute teilen ihre eigenen Erfahrungen, Rezepte und Tipps, ohne jedoch einen wissenschaftlichen Hintergrund zu haben. Da wird aus Schokolade schon mal ein Clean Food und dazu noch Low Carb. Leider gibt es viele solcher Aussagen, also besser hinterfragen, wo denn die Information herkommt.  

Vor allem, wenn man sich die Versprechen ansieht, die von Clean Eatern kommen: weniger Gewicht, reinere Haut, Kopfschmerzen, Depressionen und Hämorrhoiden verschwinden, mehr Energie, kein Blähbauch, bessere Konzentrationsfähigkeit.
Mit einer gesunden, naturnahen Ernährung fühlt man sich besser, aber wenn ich zu viele Kalorien zu mir nehme und nicht soviel Energie verbrenne, nehme ich nicht ab. Und was den Blähbauch angeht: jemand, der nicht an frisches Gemüse oder Salate gewohnt ist, kann zu Beginn eher mal über Blähungen klagen. Kein Grund zur Besorgnis.

FÜR WEN IST CLEAN EATING GEEIGNET?

Eigentlich eine seltsame Frage. Fast so, als ob ich fragen würde: für wen ist Atmen denn gut? Eine naturnahe Ernährung ist für fast jeden Menschen geeignet. Außerdem ist es eine gute Gelegenheit, einmal über die Qualität seiner Nahrung nachzudenken. Schaut Euch mal Dokumentationen an, wie viele unserer populärsten Lebensmittel hergestellt werden: die Industrie setzt auf billigste Rohstoffe, vieles davon hat mit Natur nichts mehr zu tun.
Zurück zu Clean Eating:
Sechs Mahlzeiten am Tag sind wahrscheinlich nicht für jeden empfehlenswert, aber da ist Clean Eating auch nicht dogmatisch. Jeder kann sich das rauspicken, was ihm guttut. Deshalb ist ein bisschen Cleaner Eating für jeden empfehlenswert! Hervorragende Ergänzung: auf Regionales und Saisonales setzen. So wird nicht nur die Ernährung rundum gesünder, sondern es werden auch Bauern in der Region unterstützt. Und durch kurze Transportwege wird die Umwelt geschont.

CLEAN EATING BOOMT AUF JEDER PLATTFORM

Clean Eating ist ein absoluter Megatrend, es gibt unzählige Blogs zum Thema, auf Facebook wird gepostet, was weltweit an fittem Essen auf die Teller kommt, und beim Bilderdienst Instagram zeigt allein das Hashtag (Schlagwort) #Eatclean bereits eine zweistellige Millionenzahl an. Normalerweise ist das für mich ein Grund, mich bedeckt zu halten und Fotos von meinem Essen werde ich nie veröffentlichen. Da aber die Regeln des Clean Eating genau dem entsprechen, was ich seit Jahren predige, werde ich natürlich auch ein Loblied singen.

Clean Eating: Do's & Don'ts der Besser-Esser

1. Ja zum Frühstück!
2. Kombiniere komplexe Kohlenhydrate & fettarmes Eiweiß
3. Iss genügend gesunde Fette
4. Trink jeden Tag mindestens drei Liter Wasser
5. Iss reichlich frisches Obst und Gemüse
6. Bereite dein Essen vor, und nimm es mit zum Job
7. Vermeide Softdrinks und gesüßte Getränke
8. Vermeide Lebensmittel mit Zusatzstoffen
9. Keine künstlichen Süßstoffe wie Aspartam
10. Iss keine Fertiggerichte, kein Junk- oder Fast Food
11. Vermeide Lebensmittel mit Weißmehl und Zucker
12. Vermeide gesättigte "böse" Fette
13. Vermeide Diätgerichte
14. Iss sechs kleine Mahlzeiten über den Tag
15. Limitiere den Genuss von Alkohol
16. Vermeide, so gut es geht, hochkalorische Lebensmittel


Süßstoffe sind ein sehr kontrovers diskutiertes Thema. Vor allem wenn es ums Abnehmen geht. Früher glaubte man, dass Süßstoffe die gleiche Wirkung wie Zucker haben und den Fettabbau hemmen. Inzwischen gibt es mit Süßstoff gesüßtes Wasser, das als „intelligente Art des Abnehmens“ vermarktet wird. Wir räumen mit den hartnäckigsten Mythen und Behauptungen auf. Letzte Woche haben wir uns das Thema Süßstoffe und Insulinreaktion und Heißhunger angeschaut. Im letzten Teil heute geht es um die Gesundheitsrisiken.





Süßstoffe und Gesundheit

„Süßstoff verursacht Krebs und dies wurde in Studien nachgewiesen“– so die Schlagzeilen. Diese Studien gibt es tatsächlich. Wie bei allen Studien, sollte man genauer hinsehen, ob diese auch valide sind. Studien über Süßstoffe (genau hinschauen, um welche Art Süßstoff es sich handelt) basieren auf enorm hohe Mengen an zugeführtem Süßstoff, Mengen, die von Menschen niemals regelmäßig aufgenommen werden könnten. Außerdem muss man den Kontext sehen – Menschen, die viele Getränke mit Süßstoff konsumierten, folgten auch sonst keinem gesunden Lebensstil. Wie kann man da den Einfluss von Süßstoff isolieren? Geht nicht. Brauchbare Untersuchungen an Menschen, die ein Gesundheitsrisiko durch den Konsum von Süßstoff belegen würden, sind aktuell nicht zu finden. Eine Frage die sich hier stellt: kann ich ganz auf den süßen Geschmack verzichten oder steige ich auf „richtigen“ Zucker um? Wenn man Studien anschaut, die die Gesundheitsrisiken von unserem normalen Haushaltszucker anschauen, da sind die Ergebnisse fast alle eindeutig: absolut gesundheitsschädlich. 
Zusammenfassung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Süßstoffe nicht die gefährlichen Krankmacher sind für die sie oftmals dargestellt werden. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn ich die Kalorieneinsparung durch Süßstoff als Freibrief ansehe, mehr zu essen. Und man gewöhnt sich an den sehr süßen Geschmack, den es in der Natur so nicht gibt. 


Aufreger der Woche:

Glucomannanextrakt

Zur Zeit wird wieder mal für ein Wundermittel geworben, das auch bei hoffnungslosen Fällen helfen soll, Gewicht zu verlieren. Schnell und leicht natürlich.

Was steckt dahinter?
Bei Glucomannan handelt es sich um einen löslichen Ballaststoff, der aus dem Mehl der Konjak-Knolle gewonnen wird und positive Eigenschaften für die Darmgesundheit mitbringen soll. 

In der Werbung werden Aussagen gemacht, die nur zum Teil wirklich durch Studien belegt sind:
„Verminderung des Körpergewichtes, wenn mindestens 3 g täglich in 3 Portionen von jeweils mindestens 1 g mit jeweils 1–2 Glas Wasser jeweils vor einer Mahlzeit durch eine übergewichtige Person eingenommen wird.“
Allerdings steht dann in sehr kleiner Schrift darunter: im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung.

Andere gesundheitsbezogene Aussagen, die auf der Website gemacht werden, wurden aufgrund unzureichender Datenlage nicht durch die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) anerkannt: 

Konjakmehl und Produkte aus diesem Mehl sind seit längerem bekannt. Das Produkt ist ein löslicher Ballaststoff, aber kein Allheilmittel. Konjak kann das 50-fache seines Gewichtes an Wasser binden.
Damit ist der Magen tatsächlich gefüllt, aber Probanden haben sich mehrfach trotzdem über Hungergefühle (bei gleichzeitigem Völlegefühl) beklagt. Zwei meiner Kundinnen haben alle Symptome eines Reizdarms entwickelt. Diese Beschwerden verschwanden wieder, nachdem die Glucomannankapseln wieder abgesetzt wurden. Das belegt zwar nicht ausreichend die tatsächliche Ursache. Aber es wird gewarnt, größere Mengen des Produktes einzunehmen, wenn nicht gleichzeitig genug getrunken wird.

Aufregend ist aber auch der Preis:
450 Tabletten (10 Wochen Programm) regulärer Preis 399,50€, reduzierter Preis 119,90€.
1kg reines Konjakmehl in Bioqualität: 26,90€. Das würde dann für sehr lange Zeit reichen (bei 550mg pro Kapsel)

Fazit: 
Dies ist kein Wundermittel oder die Abkürzung zum Abnehmen. Andere Ballaststoffe, wenn möglich durch gesunde Ernährung (Clean Eating) erfüllen den Zweck der Sättigung auch, liefern aber mehr Vitamine und Genuss. Ohne Nebenwirkungen. Für das gesparte Geld kann man sich dann was Gutes tun, Schuhe oder Handtasche kaufen, zum Beispiel.
Hast Du Fragen zum Thema, die Du gerne beantwortet hättest?
Oder sind es bestimmte Themen, über die Du mehr wissen möchtest? 
Lass es uns wissen, wir werden es gerne in einem der nächsten Newsletter aufnehmen.
Vorschau auf unseren nächsten Newsletter, der am 22. März erscheint:
Start zu einer neuen mehrteiligen Serie: bekannte Ernährungsmythen – was sagt die Wissenschaft dazu?
Schwerpunktthema wird sein: Stress und Gewicht oder die Frage: Macht Stress uns dick?
Lass Dich überraschen!
Dies sind nur 2 der Themen, sei gespannt


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