Betreff: Low Carb – Die häufigsten Fehler und Missverständnisse

Was gibt es Neues?

Wir hatten ja eigentlich für kommenden Donnerstag unser Webinar/Vortag geplant.
Aber es gab technische Probleme mit der Webinarplatform und wir suchen nach einer Alternative.
Gut Ding will Weile haben - so heißt es wahrscheinlich zu Recht.

Daher verschieben wir den Termin auf Donnerstag, 4. Mai, vermutlich um die Mittagszeit. In den nächsten Tagen schalte ich die Werbung, wo Du Dich anmelden kannst.
Wir zeichnen den Vortrag in jedem Fall auf, so dass Du Dir auch zu einem späteren Zeitpunkt alles anhören kannst.


Worum genau geht es bei diesem Webinar?
In den Newslettern, Posts und auf der Website habe ich immer die gleichen Schwerpunktthemen: um mit 40plus in Form zu kommen, helfen Crash Diäten gar nicht, machen die Sache oft schlimmer.
Was hilft? Gesunde Ernährung, Bewegung, Stressmanagment - das sind die Themen, über die ich immer schreibe. Dann ist es ungeheuer wichtig, dass Du verstehst, warum weniger essen nicht funktioniert.
Meine Zielsetzung ist es, Dir soviel Wissen zu vermitteln, dass Du nie wieder unsinnige Diäten machst. Du sollst Dich nicht quälen, sondern Dich gut fühlen.
In dem Webinar bekommst Du sehr viel Information an die Hand und vieles lässt sich sofort umsetzen.


Die 4 häufigsten Fehler bei einer Low Carb Ernährung

Low Carb ist im Augenblick mal wieder sehr populär. Es gibt Sportler, die auf Low Carb schwören. Es wird als die Methode angepriesen, um Gewicht zu verlieren, ohne weiter Kalorien zu zählen. Aber es gibt auch Menschen, Bodybuilder, Freizeitsportler, Abnehmwillige die mit Low Carb gar nicht klarkommen und sich schlecht fühlen. Keine Energie zum Sport, im Alltag, Konzentrationsschwächen und Heißhungerattacken.
Das liegt an mangelnden Kenntnissen und 4 Fehlern, die bei Low Carb immer wieder gemacht werden.

Fehler 1: Low ist nicht low genug

Das ist einer der am häufigsten begangenen Fehler überhaupt. Eine Low Carb Ernährung wird sehr unterschiedliche definiert. Von ketogen bis zu 150g täglich findet man eigentlich alles. Und genau hier liegt das Problem. Eine Low Carb Ernährung mit über 50g Kohlenhydraten, jedoch unter 150g Kohlenhydraten täglich, führt zu den oben genannten Symptomen. Das liegt daran, dass unser Körper nicht gut ist in der Verstoffwechselung von Fettsäuren und der Synthese von Glukose. Damit ist vor allem das Gehirn unterversorgt mit Energie bzw. die Energiebereitstellung ist nicht optimal. Die meisten Diäten Online oder in Zeitschriften, die als Low Carb beschrieben werden, enthalten ungefähr 100g Kohlehydrate pro Tag.

Geht man unter 50 g Kohlehydrate pro Tag (es gibt Quellen, die <40g oder gar <30g empfehlen), kommt es zu einer Ketose. Ketonkörper sind unvollständig verbrannte Fettmoleküle, die zu Glukose (= Zucker fürs Gehirn) umgewandelt werden können.
Über 150g Kohlenhydrate ist insofern wieder alles gut, als dass ausreichend Glukose für das Gehirn bereitgestellt wird.
Es ist also der Bereich zwischen 50 g und 150 g Kohlehydrate, der zu Problemen führt. Wenn man leicht auf Kohlehydrate verzichten kann, sollte man versuchen, den Zustand der Ketose zu erreichen. Oftmals wird dann alles gut. Aber Achtung! Dann gilt es Fehler 2 zu beachten!

Fehler 2: Die Umstellungsphase nicht einhalten

Das ist definitiv ein weiteres Problem. Wenn man an eine kohlenhydratreiche Kost gewöhnt ist, was ja durchaus gesund sein kann, muss sich der Körper erst umstellen. Wenn man sich kohlenhydratreich ernährt mit viel Zucker und einfachen Kohlenhydraten (Weißbrot, Nudeln, Süßigkeiten) kommt eventuell noch ein Zuckerentzug dazu. Der Körper braucht Zeit, um auf Keton- und Fettstoffwechsel umzustellen. Das benötigt Zeit. Es kann gut sein, dass man sich die erste Woche müde und schlapp fühlt, einfach nicht leistungsfähig. Doch nach 2-4 Wochen ist das überwunden und oft hat man mehr Energie als vorher. Man fühlt sich besser, fitter, leistungsfähiger und oftmals auch viel schlanker. Das liegt daran, dass der Körper vermehrt Wasser ausscheidet, wenn die Kohlenhydratspeicher leer sind.
Aber aus diesem Abschnitt siehst Du auch, dass der Verzicht auf Kohlenhydrate bei einer Mahlzeit (meistens wird Abendessen empfohlen) nicht zwangsläufig zum Gewichtsverlust führt. Es ist richtig, dass es dann keinen Insulinausstoß gibt und dass Eiweiß besser sättigt, aber die Gesamtkalorien zählen.

Fehler 3: Zu wenig Fett

Low Carb bedeutet nicht, dass man seine alten Ernährungsgewohnheiten beibehält und einfach nur die Kohlenhydrate streicht. Low Carb bedeutet, dass die Kohlenhydrate gestrichen und durch Fett ersetzt werden müssen. Denn wenn man plötzlich keine Kohlenhydrate mehr isst und gleichzeitig auch nur geringe Mengen an Nahrungsfett zu sich nimmt, dann ist das kein Wunder, dass sich keine Resultate einstellen wollen. Egal, ob das Ziel jetzt Gewichtsverlust ist oder ob man seine Fitness verbessern will. Dann hat man nämlich plötzlich gar keinen Energieträger mehr zur Verfügung. Man befindet sich von jetzt auf gleich in einem extremen Energiedefizit. Oder anders ausgedrückt: HUNGER. Das Thema hatte ich schon in meinem Newsletter angesprochen und das Thema ist gerade für Frauen wichtig: wenn der Körper eine Hungersnot wittert, schaltet er alle Systeme runter, man hat keine Energie mehr, das Gehirn verlangt energisch nach Glukose und oft endet das Ganze in einem Freßanfall. Man inhaliert fast den Kühlschrankinhalt. Das ist keinesfalls ein Zeichen von Willensschwäche, sondern ein Überlebensmechanismus. Diejenigen, die länger durchhalten, stellen die Weichen für den Jo-Jo Effekt: der Körper greift auf die Muskeln zurück und wandelt diese in Glukose um. Das ist so, als ob man in einer extremen Kälteperiode zuerst Möbel und dann alle brennbaren Bestandteile des Hauses verbrennt. Zunächst schön warm, aber bei der nächsten Kältewelle ist man schutzlos.

Fehler 4: Der Elektrolythaushalt

Du hast Dich entschieden, es mit der very Low Carb Form zu versuchen, um in den Zustand der Ketose zu kommen? Prima. Auch wenn Du alles richtig machst, kann es zu Kopfschmerzen, Trägheit, Müdigkeit und/oder Konzentrationsstörungen kommen. Das liegt meistens an den Elektrolyten. Durch die vermehrte Wasserausscheidung kommt es zu diesen Symptomen. In diesem Fall helfen zusätzliche Gaben von Natrium (= Kochsalz) und Kalium. Am besten greifst Du auf Kaliumbrausetabletten zurück. Diese bekommst Du in der Apotheke. Und wenn Du schon in der Apotheke bist, frage nach Ketostix. Das sind Teststäbchen, mit denen Du überprüfen kannst, ob Du schon im Zustand der Ketose bist. Die Teststäbchen weisen Ketone im Urin nach und zeigen an, ob Dein Körper sich umgestellt hat. Vielleicht ist dann diese Ernährungsform für Dich die Richtige, um Deine Ziele zu erreichen.

In Anlehnung an einen Artikel https://www.fitnessfreaks.com/blog/detail/sCategory/901/blogArticle/4751

Ernährungs- und Fitnessmythen und was die Wissenschaft dazu sagt

Mythos 4: Muskeln können sich zu Fett umwandeln (und umgekehrt)


Muskeln und Fett sind zwei ganz verschiedene Gewebetypen und es ist nicht möglich, eine Gewebeart in eine andere umzuwandeln. Klappt ja auch nicht mit Wasser zu Wein. Oder Blei zu Gold. Das sagt auch Ed Ingebretsen, ein Forscher am American College of Sports Medicine.
Der Mythos kam auf, weil man beobachtet hatte, dass Leistungssportler nach Abschluss ihrer Laufbahn oft etwas fülliger wurden. Das hat aber andere Gründe: der Kalorienbedarf der Athlethen ging plötzlich drastisch nach unten. Die Muskeln wurden nicht mehr gefordert, und bauten sich ab. Daher ging der Energieüberschuss gleich in die Fettreserven.
Umgekehrt verläuft es genauso: wenn Du mit Krafttraining anfängst, bekommen Deine Muskeln den Reiz zu wachsen, werden entsprechend größer. Muskeln verbrauchen viel mehr Kalorien als Fettgewebe, Dein Kalorienbedarf steigt also. Wenn Du also nicht mehr isst als vorher, schrumpfen die Fettzellen. Ja, genau, sie schrumpfen, sie verschwinden nicht. Die Anzahl der Fettzellen ist genetisch bedingt und bleibt demnach immer gleich. Allerdings können Fettzellen sich ganz schön aufplustern. Wissen wir ja leider alle….Wenn Du Fettzellen dauerhaft verlieren willst, geht das nur mit härteren Methoden: Kryolipolyse, Fett-Weg Spritze oder Fettabsaugung.



Aufreger der Woche
Nestlés Gesundheitsschwindel


Und wieder ist es eine große Firma, die uns Zucker unterschmuggelt und ungesunde Süßigkeiten als etwas ganz Gesundes verkaufen will.
Ich kann mich nur wiederholen:
Glaubt nichts, was in der Werbung gesagt wird
Lest die Inhaltsstoffe, auch wenn die Hersteller die sehr klein drucken.
Und schau Dir das Video von Foodwatch an: HIER


Hast Du Fragen zum Thema, die Du gerne beantwortet hättest?
Oder sind es bestimmte Themen, über die Du mehr wissen möchtest? 
Lass es uns wissen, wir werden es gerne in einem der nächsten Newsletter aufnehmen.
Vorschau auf unseren nächsten Newsletter, der am 3. Mai erscheint:
Kleine Veränderungen-große Wirkung: 5 kleine Veränderungen helfen zu mehr Fitness.
Shirataki Nudeln: die Rettung für Pasta Liebhaber? Ich sage mal vorsichtig: ja
Dies sind nur 2 der Themen, sei gespannt


Wenn Dir der Newsletter gefallen hat, teile ihn doch mit Freunden und Gleichgesinnten.
Gemeinsam macht es mehr Spaß.
Impressum                                                       AGBs                                                       Datenschutzrichtlinien
Like Twitter
Im Vogelsberg 2, 56368, Katzenelnbogen, Germany
Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen oder Ihre Kontaktdaten ändern.

Powered by:
GetResponse