| | Zwei Krisen, eine Erkenntnis – und was das für dein Geld bedeutet |
| | Hallo Friend,
die letzten Wochen hatten es wirklich in sich. Eigentlich wollte ich diesen Newsletter schon im März verschicken – aber die Ereignisse haben sich förmlich überschlagen und mich immer wieder zum Neuschreiben gezwungen. Was letzte Woche noch aktuell war, ist heute bereits Geschichte. Das ist nicht nur mein persönliches Dilemma, sondern auch ein ziemlich treffendes Bild für das, was gerade an den Märkten passiert.
In diesem Newsletter schaue ich auf drei Themen, die auf den ersten Blick komplett unterschiedlich wirken, aber alle auf dieselbe zentrale Frage einzahlen: Wie stelle ich meine finanzielle Zukunft auf sichere Beine – in einer Welt, die sich schneller verändert als je zuvor?
Die Frage kam schon im letzten Jahr nach den Zoll-Kapriolen auf, aber die Geschwindigkeit der Ereignisse hat sich in diesem Jahr nochmal erhöht. Mein Depot springt teilweise an einem einzigen Tag stark nach oben oder unten - nur auf Basis eines Postings des US-Präsidenten.
Ich könnte nun ganz cool tun und behaupten, dass es mir nichts ausmacht, aber das wäre glatt gelogen. Mal ganz davon abgesehen, dass so ein völlig dummer und unnötiger Krieg etwas mit einem macht. Und der Krieg in der Ukraine ist immer noch nicht beendet.
Ölkrise als Beschleuniger: Märkte unter DruckNachdem der März an den Börsen unter enormem Druck stand, hat sich die Stimmung im April merklich gedreht – obwohl sich an der eigentlichen Lage kaum etwas verändert hat. Auslöser war die Blockade der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Krieges seit Ende Februar. Die Folgen für Asien sind massiv: Fast 90 % des durch die Meerenge transportierten Öls und LNG gehen in die Region. Japan zapft bereits 80 Millionen Barrel aus seinen strategischen Reserven ab, Südkorea hat erstmals seit fast 30 Jahren Preisobergrenzen für Kraftstoffe eingeführt und verzeichnet täglich ein Defizit von 1,7 Millionen Barrel. Weitere Länder wie Vietnam, Thailand, Indonesien, Kambodscha und Myanmar reagieren mit Exportstopps, Rationierungen und Sparmaßnahmen. In Sri Lanka darf pro Fahrzeug nur noch 15 Liter pro Woche getankt werden – eine fast surreale Vorstellung. Auch China greift trotz komfortabler Reserven zu Exportstopps und Preisdeckeln, nachdem die Energiepreise für Verbraucher um rund 20 % gestiegen sind. Mehrere Regierungen haben sogar Vier-Tage-Wochen, Homeoffice-Pflichten und Schulschließungen angeordnet, um Energie zu sparen. Besonders schwierig für die Märkte: Ausgerechnet Chiphersteller wurden stark getroffen, weil wichtige Rohstoffe knapper wurden. Nach der Ankündigung einer vermeintlich zweiwöchigen Feuerpause legten Chipwerte jedoch wieder deutlich zu – ein klassisches Beispiel dafür, wie schnell sich Börsenstimmungen drehen können. Selbst wenn sich die Lage kurzfristig entspannt, bleiben die strukturellen Probleme bestehen. Viele Länder nutzen die Krise bereits als Beschleuniger für die Energiewende und setzen verstärkt auf erneuerbare Energien, Kernkraft und Elektromobilität. Für Anleger mit starkem Fokus auf fossile Energien hat das langfristige Konsequenzen.
KI verändert alles – schneller als gedachtAber auch abseits der Öl-Krise ist alles in Bewegung. Mittlerweile vergeht kaum eine Woche ohne neue, bahnbrechende Entwicklungen im KI-Bereich. Das Tempo ist selbst für erfahrene Beobachter beeindruckend. Zuletzt sorgte „Mythos“ von Claude für Schlagzeilen – ein Modell, das IT-Schwachstellen automatisiert erkennen kann. Für Kriminelle wäre das ein mächtiges Werkzeug, weshalb es bislang nicht veröffentlicht wurde. Stattdessen arbeitet Anthropic mit großen Tech-Konzernen zusammen, um die Sicherheitsrisiken zu minimieren. Bereits Anfang Februar hatte Anthropic mit „Claude Cowork“ für Aufruhr gesorgt. Die Plattform bietet spezialisierte KI-Agenten für Bereiche wie Recht, Marketing, Vertrieb, Personal oder Finanzdienstleistungen – also genau dort, wo klassische Softwareanbieter bisher ihr Geld verdienen. Claude verlangt aber nur einen Bruchteil der Gebühren, die SAP, Salesforce, ADP oder Hubspot verlangen. Die Reaktion der Märkte fiel entsprechend heftig aus: Softwarewerte gerieten massiv unter Druck, einzelne Unternehmen verloren zweistellig an Wert. Wenige Wochen später verstärkte ein weiteres Modell die Sorgen vor einer möglichen „SaaS-Apokalypse“. Allein im Februar wurden Börsenwerte in Höhe von 300 Mrd. Dollar vernichtet. Ob es wirklich so weit kommt oder ob KI bestehende Software eher ergänzt als ersetzt, bleibt offen. Meiner Einschätzung nach war die Marktreaktion übertrieben – auch wenn mein eigenes Depot darunter gelitten hat. Ich habe die Situation genutzt und bei ausgewählten Softwareunternehmen nachgekauft, die speziellen Bereichen tätig sind, die nicht so einfach kopiert werden können. Aber gerade HR-Lösungen wie ADP oder Paychex (die in meinem Depot sehr gelitten haben) müssen sich umschauen. Was mich persönlich fasziniert: Die Produktivitätssprünge sind enorm. Aufgaben, die früher Stunden gedauert haben, erledige ich heute in wenigen Minuten. Aber es ist auch kein Selbstläufer, denn es muss trotzdem noch viel Arbeit reingesteckt werden. Ich habe jetzt aber jemanden, der mich bei der Recherche unterstützt und alles nochmal gegenchecken kann. Gleichzeitig zeigt sich die Kehrseite immer deutlicher. Gerade im Marketing verschwinden viele Einstiegsjobs, weil KI diese Aufgaben schneller, günstiger und oft besser übernimmt. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Zehntausende Stellen wurden bereits gestrichen, und dieser Trend dürfte sich weiter beschleunigen.
Laut dem McKinsey Spring 2026 Report werden täglich zwischen 631 und 894 KI-bedingte Stellen in Nordamerika, der EU und dem asiatisch-pazifischen Raum vernichtet, und Forrester Research prognostiziert, dass bis Ende 2026 allein in Nordamerika rund 92.000 Marketing-nahe Rollen in den Bereichen Content-Erstellung, Media-Planung und Brand Operations formal umstrukturiert werden – von denen 55% dauerhaft wegfallen sollen. Der entscheidende Punkt: Wer KI versteht und strategisch einsetzen kann, wird profitieren. Wer abwartet, wird es zunehmend schwer haben. Finanzielle Vorsorge: Warum das jetzt entscheidend istDiese Entwicklungen sind mehr als nur Nachrichten – sie betreffen uns alle ganz konkret. In sehr vielen Branchen werden Jobs gestrichen, die auch nicht mehr wiederkommen. Ich bin Mitte 40 und stelle mir zunehmend die Frage: Was passiert, wenn in zehn Jahren ein Großteil der Marketingarbeit automatisiert ist? Noch einmal komplett neu anzufangen, ist keine realistische Option. Also bleibt nur eine Konsequenz: jetzt so vorsorgen, dass es mich in zehn Jahren nicht komplett kalt erwischt. Gerade mit Familie oder finanziellen Verpflichtungen kommt man an diesem Thema nicht vorbei. Genau darum geht es auch seit Jahren beim Finanzrocker: Finanzielle Unabhängigkeit ist kein Luxus, sondern die Grundlage für Handlungsfähigkeit.Wer das Thema bislang aufgeschoben hat, sollte spätestens jetzt damit anfangen – denn der beste Zeitpunkt war gestern, der zweitbeste ist heute. In der aktuellen Podcastfolge mit Marcel sprechen wir genau über solche Themen. Das Interview spricht ganz viele dieser Themen an und regt auch zum Nachdenken an. Das wird auch die kommende Podcast-Folge machen. Dann spreche ich zum 5. Mal mit Dr. Nikolaus Braun, mit dem immer sehr reflektierte und gute Gespräche herauskamen. Das ist dieses Mal nicht anders. Wir sprechen wieder über ein buntes Potpourri an Themen.
Im März hat er sein neues Buch "Endlich gut mit Geld: Finanzkompetenz in 12 Wochen"* veröffentlicht. In den vergangenen Jahren habe ich viele Einsteigerbücher vorgestellt. Nur wenige liefern wirklich konkrete, umsetzbare Strategien. Eines davon ist das neue Buch von Dr. Nikolaus Braun. Seine ersten beiden Bücher waren schon sehr gute Augenöffner. In seinem dritten Buch verbindet er die Aussagen aus den ersten beiden mit einer praktischen Handlungsanleitung.
Das Buch ist wie ein strukturierter 12-Wochen-Trainingsplan aufgebaut. Mit nur zehn Minuten pro Tag führt es Schritt für Schritt durch alle wichtigen Themen der persönlichen Finanzplanung.
Damit richtet sich Nikolaus Braun bewusst an eine breite Zielgruppe – von Berufseinsteigern über Familien bis hin zu Menschen, die ihr Vermögen im Alter strukturieren wollen.
Besonders hervorzuheben ist sein ganzheitlicher Ansatz: Neben klassischen Finanzthemen geht es auch um psychologische Aspekte wie Angst, Gier und den eigenen Umgang mit Geld. Sein Fokus liegt weniger auf maximaler Rendite, sondern auf Lebensqualität und Selbstbestimmung. Und genau deshalb passt das Buch perfekt in diesen Newsletter.
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| Verlosung: 3 Exemplare zu gewinnenWenn du dir selbst ein Bild machen möchtest, verlose ich drei signierte Exemplare von „Endlich gut mit Geld: Finanzkompetenz in 12 Wochen“*. So nimmst du teil: Schicke bis Mittwoch, 15.04.2026, 15 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff „Endlich gut mit Geld“ an: gewinnspiel@finanzrocker.net Ich lose drei Gewinnerinnen und Gewinner aus. Jede Person darf einmal teilnehmen, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ein herzliches Dankeschön an Nikolaus Braun für die Unterstützung dieser Aktion.
Fazit: Die Welt wird schneller – deine Strategie muss es auch werden
Die letzten Wochen haben eines sehr deutlich gemacht: Wir leben in einer Zeit, in der sich Rahmenbedingungen rasant verändern – geopolitisch, technologisch und wirtschaftlich.
Energiekrisen verschieben ganze Märkte. Künstliche Intelligenz stellt Geschäftsmodelle infrage. Und berufliche Sicherheit ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr.
Die Konsequenz daraus ist klar: Finanzielle Vorsorge wird vom „Nice-to-have“ zur Notwendigkeit.
Wer heute beginnt, sich strukturiert aufzustellen, schafft sich morgen Optionen. Nicht, um jede Entwicklung vorherzusehen, sondern um flexibel darauf reagieren zu können.
Oder anders gesagt: Es geht nicht darum, die Zukunft zu kontrollieren. Sondern darum, auf sie vorbereitet zu sein. |
| | | | Neue Podcastfolge: Finanzrocker-Podcast |
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| Sechs Jahre ist es her, da saß Marcel von Freiheitsmaschine zum ersten Mal im Finanzrocker-Podcast. Damals sprachen wir über Vermögensaufbau, Disziplin und seinen Plan zur finanziellen Freiheit. Heute ist er Anfang 50, nicht mehr angestellt – und lebt von seinem Vermögen. Über den Weg dahin sprechen wir in über 70 Minuten.
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| | | Neues Interview bei "Mehr Mut zum Glück" |
| | Vom Familienreisebüro über ein Modelabel in Shanghai, eine Karriere als gefeierte Fotografin bis hin zu über 120.000 LinkedIn-Followern und einem eigenen Buch – Carina Hellmich hat keinen geradlinigen Weg genommen.
Und genau darum geht es in ihrem Ansatz: Große Veränderungen entstehen nicht durch einen großen Knall, sondern durch konsequente, kleine, authentische Baby-Steps. Das erste Video-Interview bei „Mehr Mut zum Glück" mit einer Frau, die ihren eigenen Rat gelebt hat – mit allen Umwegen. |
| | Neues Video bei "Wohnen und Finanzieren" |
| | Ein Rohrbruch, eine Krankheit oder eine Trennung – und plötzlich wird aus der Traumimmobilie ein finanzielles Risiko.
In dieser Folge von Fundament & Finanzen spreche ich mit Finanzierungsberater Hendrik Stoltenberg darüber, welche Risiken bei der Immobilienfinanzierung viele Käufer unterschätzen – und warum nicht steigende Zinsen, sondern fehlende Vorsorge oft zum eigentlichen Problem werden. |
| | | Die letzten Wochen waren geprägt von vielen Konzerten und Reisen. Das hat den Kopf in diesen schwierigen Zeiten wirklich mal auf andere Gedanken gebracht. Außerdem konnte ich mir ein paar strategische Gedanken zu meinen Podcasts machen, was enorm hilfreich war.
Das passt insofern gut, weil ich jetzt beim Finanzrocker-Podcast eine Aufnahmepause bis Mai habe. Die kommende Folge mit Dr. Nikolaus Braun habe ich Anfang März aufgenommen und sie erscheint am 21.4. - wieder als Podcast und Video. Danach geht es erst Ende Mai/Anfang Juni mit der nächsten Folge weiter.
Ich habe generell alle Podcast-Aktivitäten zurückgefahren und konzentriere mich eher darauf gute Interviews zu führen und nicht nur etwas veröffentliche, weil ich etwas veröffentlichen muss. Das funktioniert nicht mehr, weil die Konkurrenz zu groß ist und alle Themen schon durchgekaut wurden.
Auf der anderen Seite läuft dieses Jahr sowohl auf YouTube als auch im Finanzrocker-Podcast extrem gut. Damit habe ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, aber ich beschwere mich darüber natürlich nicht.
Wir lesen uns dann im Mai wieder. Bis dahin wünsche ich dir einen schönen Start in den Frühling. |
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