vorhin hatte ich ein Gespräch mit einem Menschen, der gerade mitten in einem Burnout steckt. Das Gespräch war anstrengend für mich. Anstrengend dahingehend, dass ich einerseits sehr vorsichtig in meiner Wortwahl sein wollte und gleichzeitig ganz klares Feedback geben wollte. Ich sehe ihn - aus gesundheitlicher Sicht - gerade als sehr gefährdet an. Ich sehe mich dann in der Verantwortung ganz ehrlich zu sein - auch im Wissen, dass das in dem Moment für diesen Menschen harte Kost ist, die nicht so einfach verdaut wird.
Nach dem Gespräch spürte ich meine Anstrengung, Schwere im Körper und mein Kopf war immer noch hoch konzentriert. Und hier kommt der "Kipp-Punkt":
In der Vergangenheit hätte ich einfach weiter gemacht. Nächstes To-Do auf der Liste angegangen, nächste Mail geschrieben, nächsten Termin wahrgenommen. Am Ende des Tages wäre ich total ausgelaugt. Kenne ich.
DAS tue ich heute nicht mehr.
Ich habe all das (zuvor beschriebene) wahrgenommen und mir innerlich "Stopp" gesagt. Das ist der Moment, in dem ich eine Pause brauche. Pause bedeutet in diesem Beispiel:
Fenster im Arbeitszimmer öffnen (frische Luft reinlassen)
Ein Glas Wasser trinken (ausreichend trinken ist wichtig, u.a. für die Konzentration)
Den Raum verlassen (hilft, auf andere Gedanken zu kommen)
Aus dem Fenster schauen (beruhigt)
Die Katze streicheln (beruhigt auch)
Ein paar Worte mit meinem Mann wechseln (tut gut, ich komme auf andere Gedanken)
Ich schätze, das waren 10 Minuten. Bis ich spürte, dass sich mein Geist wieder geklärt hat und Anstrengung nachließ.
ERST DANN bin ich zurück an meinen Schreibtisch um dir genau diese Nachricht zu schreiben, die du jetzt gerade liest.
Ich bin wieder in einer guten, positiven Energie. Ich bin mir sicher, dass sie sich auch auf diese Zeilen auswirkt.
Was ich ganz sicher weiß:
Pausen sind extrem wichtig. Für uns alle. Und diese Pause ist nur ein Beispiel dafür, wie wir Pausen machen müssen. Ja - ich schreibe "müssen".
Und genau darüber geht es in der neuen Podcast-Folge. Frisch für dich eingesprochen:
#033 - "Pausen werden völlig überbewertet." Dachte ich.
Pausen werden völlig überbewertet, oder? In dieser Folge geht es um ein Thema, bei dem viele ins Stocken kommen: Pause machen. Ich nehme dich mit in meine eigene Geschichte, von der Zeit als Führungskraft (in der ich nicht einmal ein Pausenbrot dabeihatte), bis heute.
Dazwischen liegen Erfahrungen, die mir gezeigt haben, was die Stimmen im Kopf mit uns machen, wenn sie uns einreden, wir hätten keine Zeit. Angestoßen hat die Folge ein Kunde, der sich gefragt hat, wie eine Pause für ihn überhaupt aussehen kann.
Du erkennst, woran Du merkst, dass dein Körper gerade eine Pause braucht
Du verstehst, warum „keine Zeit“ oft nur ein Gedanke ist, auch wenn er sich ganz freundlich anhört
Du entdeckst, dass Pause für jeden etwas anderes bedeuten darf
Du hörst, warum mehr Pausen oft zu mehr Energie und Effektivität führen
Folge 33 im "Raus aus dem Stress, rein ins Leben PODCAST":
#033 – "Pausen werden völlig überbewertet." Dachte ich.
kannst du dir ab sofort anhören: HIER oder in deiner Lieblings-Podcast-App!