Die Fragebögen, die Max Frisch in seinen Tagebüchern (1966-1971) veröffentlich hat, sind legendär. Die Fragen, so heisst es, laden dazu ein, «über sich selbst nachzudenken und mit anderen ins Gespräch zu kommen». Während der Mann Max Frisch sich nicht zu schade war, einen Fragebogen zum Thema «Frauen» zu formulieren, kam es ihm offenbar nicht in den Sinn, das eigene Geschlecht zu thematisieren.
Die Schauspieler:in und Spoken-Word-Artist:in Momo Samira Schraner versucht diese Lücke zu füllen, und zwar mit einem Fragebogen nicht «von», sondern «für» Max Frisch. Nicht weniger «erhellend und amüsant» wie diejenigen von Max Frisch selbst.
Für Männergesprächsgruppen kann er als Anregung dienen. |