Liebe Zauberfrau, spürst du es auch? Der Sommer ist noch da. Die Tage sind warm, in meinem Garten summt und brummt und blüht es, als gäbe es kein Morgen. Und doch hat sich etwas verändert. Das Licht ist anders geworden. Morgens liegt manchmal schon dieser ganz besondere Duft in der Luft, der vom nahenden Herbst erzählt. Die Abende kommen früher. Die ersten Pflanzen ziehen ihre Kräfte langsam zurück. Die Spinnen weben intensiv ihre Netze.
Die Schwelle in die nächste Zeit hat sich geöffnet. | | | | | Ich bin in diesen Schwellen zu Hause. Täglich trete ich über die Schwelle in die Anderswelt, wechsle – inzwischen seit vielen Jahrzehnten – mühelos von hier nach da. Manchmal tanze ich im Irdischen jedoch sehr lange den Schwellentanz.
Zeit ist hier auf der Erde anders als in der Seelenwelt, wo Zeit nicht linear funktioniert. Im Irdischen ist eine Schwelle viel deutlicher, braucht eine Entscheidung, braucht manchmal Mut und vor allem Bewusstsein: Gehe ich oder gehe ich nicht? Auf einer Schwelle scheint für einen kurzen Moment alles möglich. Und oft wackelt es an dieser Stelle. Du fühlst es … Unsicherheit macht sich breit. Das Alte liegt hinter dir, das Neue ist noch nicht ganz da. Dazwischen entsteht oft ein magischer Raum, in dem du lauschen kannst:
Was möchte mit dir über diese Schwelle gehen … und was nicht? | | | Seit dem 15. August befinden wir uns in einer ganz besonderen Schwellen-Zeit: in den Frauendreißigern. 30 Tage, die seit alters her den Frauen, dem Frau-Sein und der weiblichen Kraft gehören und die Brücke sind – vom Sommer in den Herbst.
Es ist die Zeit der Kräuterweihe, die Zeit der heilkräftigen Pflanzen, die Zeit, in der gesammelt, gebunden und bewahrt wurde. Eine Zeit, in der Frauen sich dem zuwandten, was sie nährt, heilt, stärkt und schützt. Und in der sie abgeschnitten haben, was eben nicht mit über die Schwelle kommt. Ich mag diese Frauendreißiger-Zeit. Ich lasse die Antworten kommen, während ich auf der Schwelle tanze:
Was dient meinem Frau-Sein? Was nährt meine Kraft? Was braucht mein Körper? Wonach ruft meine Seele? Was möchte ich aus dem Sommer bewahren? Und was ist reif, aus meinem Leben zu gehen?
Während ich Kräuter binde, Naturmandalas lege, Zucchinis einkoche, angesetzte Öle und Tinkturen abseihe, Kränze binde und Pflanzen-Schutzbündel erschaffe, legen sich die Antworten innen an ihren Platz. | | | | Gerade in diesem Jahr beschäftigen mich diese Fragen sehr. Mein Körper hat in den vergangenen Monaten viel von meiner Aufmerksamkeit eingefordert. Meine Kraft wollte sorgsamer gehütet werden, als ich das von mir gewohnt bin. Einige meiner Pläne für dieses Jahr durften Pläne bleiben. 😉 Und dabei habe ich wieder einmal erfahren, wie wesentlich es für mich ist, meiner Intuition ganz zu folgen, ganz zu vertrauen. Ich kann planen, wünschen, mich ausrichten und Entscheidungen treffen. Und gleichzeitig gibt es diese größere Bewegung des Lebens, die ihren eigenen Rhythmus hat und der mich in meinen Zellen erreicht. Dem folge ich. Die Natur lebt es mir vor. Sie klammert sich nicht an den Sommer, wenn der Herbst vor der Tür steht. Sie versucht nicht, eine Blüte festzuhalten, deren Zeit vorüber ist. Sie gibt ab, zieht Kräfte zurück, lässt Samen in der Erde zurück und bereitet im Verborgenen schon das vor, was später entstehen wird. In diesem Sommer war viel Stillstand. Die Pflanzen haben sich angesichts der enormen Hitze durch das Einstellen des Wachstums geschützt. So ähnlich ging es mir auch – viel Stille, viel Still(e)halten. Auf einer anderen Ebene wachsen. Innen. | | | | Schwellen-Zeiten laden ein | Jetzt ist die Schwelle da und lädt ein, in dem, was der Sommer offenbart hat, noch einmal einzuatmen.
Zu ernten, was an Fülle da ist. Zu reinigen und hinauszuschütteln, was sich angesammelt hat und verblüht ist. Wieder klarer zu spüren, was wirklich deins ist, während der erste kühlere Regen fällt.
Und dich zu fragen, wie du über die nächste Schwelle gehen möchtest. | | | Dazu möchte ich dir heute etwas schenken. Ich habe eine 18-minütige geführte Meditation für dich aufgenommen:
„Der See der Reinigung und Erneuerung“ Sie führt dich an einen besonderen Ort in der Natur. An einen See, an dem du abgeben und dich reinigen darfst, an dem du deiner eigenen Kraft begegnest und dich für das öffnen kannst, was sich in deinem Leben erneuern möchte.
Ich finde, es könnte kaum eine schönere Zeit für diese Meditationsreise geben als jetzt, mitten in den Frauendreißigern – zwischen Sommer und Herbst. Hier kannst du sie dir kostenlos anhören: | | | Wenn du magst, mach dir daraus dein eigenes kleines Ritual. Zünde dir eine Kerze an. Räuchere, wenn es dir gut tut. Sorge dafür, dass du für diese 18 Minuten ganz bei dir sein kannst. Und dann komm mit mir an den See. Vielleicht nimmst du diese drei Fragen mit: Was dient meinem Frau-Sein? Was lasse ich an dieser Schwelle zurück? Was nehme ich mit hinüber?
Schwellen sind magische Orte. Und diese hier gehört dir.
Schreib mir gerne, wenn du mir dazu etwas erzählen willst oder wie du die Meditation erlebt hast: service@super-sabine.de
Ich wünsche dir eine gute Schwellenzeit! |
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