Betreff: Sparen, anlegen und reisen - geht das überhaupt?

Sparen, anlegen und reisen - geht das überhaupt?
Hallo Friend,

das Sommerloch herrscht zur Zeit. Deshalb möchte ich mich diese Woche einem Thema widmen, zu dem ich oft Diskussionen habe und das perfekt zu den gerade laufenden Sommerferien passt. Es geht darum, ob du sparen, Geld anlegen und auch reisen kannst?

Ich bin ganz ehrlich zu Dir: Ich führe kein Frugalisten-Leben. Das ist nichts für mich. Es ist sogar so, dass ich fast jeden Monat irgendwo hinfahre.
Letztes Wochenende war ich im hohen Norden Deutschlands, genauer gesagt eine Nacht in Kiel und eine Nacht in einem Dorf bei Flensburg. Aufhänger war mal wieder ein Konzert. 

Lieber 6 oder 10 Euro

Dieses Mal durfte ich mir sogar beim Eintritt aussuchen, ob ich lieber 6 Euro oder 10 Euro zahle. Ok, das ist jetzt absoluter Heavy Metal Underground, aber so war dann auch noch ein Shirt für 20 Euro drin. Dieses Geld geht direkt an die Band, die sonst nichts verdient und von diesen Einnahmen lebt.
 
Rechne ich jetzt noch die Hälfte vom Hotelzimmer dazu, bin ich bei 65 Euro. Das Bier in dem Konzertschuppen kostete 1,50 Euro, so dass ich am Ende bei 70 Euro war. Soviel kosten die großen Konzerte ohne Anfahrt, T-Shirt und Bier.

Und ich überlege mir vorher, ob sich so ein Aufwand auch lohnt. Große Konzerte und Festivals vermeide ich, wo es nur geht. Das letzte richtig große Konzert waren Iron Maiden 2013 und selbst da habe ich die Tickets über Ebay wesentlich günstiger bekommen. Mittlerweile bin ich jeden Monat auf 1-2 Konzerten. Der maximale Eintrittspreis beträgt 30 Euro.

Nur für das Konzert wäre es etwas zu aufwändig gewesen. Deswegen haben wir noch die Sommerferienschneise Flensburg (siehe Foto), Kappeln, Glücksburg und Eckernförde (mit Cappuccino am Strand) rangehängt. Da ich meinen Laptop zuhause gelassen hatte, konnte ich komplett entspannen. 

Entspannung bei überschaubaren Kosten

So etwas ist für mich sehr wichtig, weil ich sonst bei dem ganzen Arbeitspensum irgendwann richtig durchhänge. Vollzeitjob, Blog, zwei Podcasts und der ganze Kosmos drumherum sind nur möglich mit dem richtigen Zeit- und Entspannungsmanagement. 

In diesem Fall darfst du nicht immer nur die Kosten sehen, sondern auch den Ertrag. Ich halte es für falsch, komplett auf alle Annehmlichkeiten im Leben zu verzichten. Trotzdem solltest Du bei den Reisen und Hobbies auf die generellen Kosten achten, damit Du auch noch Geld sparen und anlegen kannst. Und hier habe ich ein paar eigene Erfahrungen für Dich, wie es gut funktioniert.

-Zugfahrten im Voraus buchen

Klingt mal wieder banal, aber die 1. Klasse gibt es da zum Schnäppchenpreis. Beispiel: Lübeck-Köln hin und zurück in der First Class im Dezember für 90 Euro - ohne Bahncard wohlgemerkt! Die Buchung war zwar am ersten Tag der Verfügbarkeit (ca. 6 Monate vorher), macht aber preislich enorm viel aus.

Darüber hinaus buche ich häufig über Ameropa, den Reiseveranstalter der Bahn. Dort findest Du Hotel + Bahnfahrt zum günstigen Preis. Letztes Jahr habe ich beispielsweise 3 Tage Amsterdam gebucht und vergleichsweise wenig gezahlt. Zwar lag das Hotel etwas außerhalb, aber ich habe auch nur die Hälfte gezahlt im Vergleich zu den Innenstadthotels.

Kleiner Tipp: Für Oktober gibt es Bahnfahrten inkl. einer Übernachtung für Dresden, Berlin und Hamburg zum Preis einer Bahnfahrt.

Hotels kurzfristig über Booking.com* buchen

Dieser Punkt hat mir in Irland einige Hundert Euro gespart. In Belfast, Killarney und Galway habe ich in guten Hotels im Schnitt 50 Euro pro Nacht weniger gezahlt. Dafür habe ich aber auch erst am selben Tag über das Smartphone in der Booking.com-App* gebucht. Funktioniert dort natürlich nicht zur Hochsaison während der Sommerferien. Für die restlichen Nächte buchte ich private Bed & Breakfasts ebenfalls über die App. In Deutschland setzt es sich immer mehr durch, während die Schnäppchen bei HRS immer weniger werden.

- Wohnung oder Zimmer über Air BnB buchen

Hier gibt es richtig tolle Unterkünfte zum Schnäppchenpreis. Ist zwar nicht für jeden was, aber so lässt sich viel Geld sparen. Letztes Wochenende hat mir meine Gastgeberin erzählt, dass sie nur 2 Euro an Gebühren zahlt pro Buchung. Bei HRS oder Booking.com zahlen die privaten Anbieter wesentlich mehr und verzichten daher drauf. 

- Aufs teure Frühstück im Hotel verzichten

In meinen Augen ist das ein essenzieller Punkt. Häufig kostet das Frühstück pro Person richtig viel Geld. Gerade in größeren Städten spart Dir der Gang zum Bäcker nebenan 20 Euro oder mehr. Habe ich in den letzten Jahren immer wieder gemacht, wenn das Frühstück nicht im Preis inbegriffen war. Hier solltest Du abwägen. In Dänemark beispielsweise ist das Frühstück außerhalb noch wesentlich teurer als im Hotel.

- Im Ausland auf kostenlose Kreditkarten setzen

Ich erlebe es immer wieder, dass sich Freunde oder Kollegen darüber aufregen, dass es im Ausland so teuer ist, Geld abzuheben oder Essen zu bezahlen. Dabei gibt es so viele tolle Möglichkeiten - ohne dafür Gebühren zu zahlen.

Mit meiner N26-Karte* weiß ich minutengenau, was mir abgezogen wird und wie hoch die Kosten sind, da ich sofort beim Kauf eine Push-Nachricht auf das Handy bekomme. Hat sich allein seit Anfang 2016 in Dänemark, den Niederlanden, Estland, Lettland und Deutschland perfekt bewährt als Taschengeld- und Urlaubskonto. Darüber hinaus funktioniert auch die kostenlose DKB Cash-Kreditkarte* im Ausland einwandfrei.

- Auf überteuerte Pauschalurlaube verzichten

Ich war in meinem Leben schon so häufig auf den Kanaren, aber die Preise die derzeit aufgerufen werden, bin ich einfach nicht mehr bereit zu zahlen. 1 Woche für über 1.000 Euro im Mittelklassehotel ist es nicht wert. Hängt natürlich mit den Problemen in der Türkei und Ägypten zusammen. Deshalb suche ich mir für den Urlaub wieder etwas anderes aus, was nicht so teuer ist.

- Tagesurlaub über Groupon buchen

Vor drei Wochen habe ich mir mit meiner Freundin einen Tagesurlaub in einer Therme gegönnt. Kostenpunkt: 27 Euro für 2 Personen für den ganzen Tag. Schwimmbad und Saunawelt inklusive. Normalerweise kostet es so viel für eine Person. Hier lohnt sich ab und an ein Blick auf die Angebote bei Groupon in Deiner Stadt zu werfen. Auch zum Essen gehen hat Groupon viele gute Angebote. So ein Entspannungstag wirkt wahre Wunder. 

- Zeitschriften im Monatsabo

Damit Du im Urlaub auch gut entspannen kannst, eignen sich Bücher und Zeitschriften sehr gut. Wusstest Du, dass Du über Amazon Prime* und Kindle Unlimited* neuerdings viele Zeitschriften kostenlos oder günstig lesen kannst. Bei Amazon Prime* bekommst Du seit einem Monat viele gute Bücher komplett kostenlos. Auch einige Zeitschriften wie 11 Freunde (für die Männer) oder Bella/Tina (für die Frauen) sind hier dabei. Im Kindle Unlimited-Abo* gibt es darüber hinaus auch den Kicker, FAZ, Wirtschaftswoche, Brand Eins, C'T und viele mehr. Das kannst Du auch 2 Wochen kostenlos testen.

Die andere Alternative ist die App Readly*, die ich seit einem halben Jahr auf dem iPad nutze. Hier liest Du ebenfalls den Kicker, Börse online, Euro und Euro am Sonntag und hunderte Magazine mehr für nur 9,99 Euro im Monat. Im Vergleich zum Einzelheft-Kauf sparst Du hier ebenfalls sehr viel Geld. Allein die Euro kostet 8 Euro im Monat. Ich kann die App für ein Tablet* nur empfehlen. Auf dem Smartphone funktioniert sie hingegen nicht so gut. 14 Tage kannst Du die App kostenlos testen.

Bewusst Geld ausgeben

Das sind jetzt natürlich keine absoluten Geheimtipps, aber sie sorgen dafür, dass ich bei meinen Trips durchaus auf die Kosten achte und dreistellige Summen spare. Natürlich ist das immer noch viel Geld, was dafür draufgeht. Aber ich spare jeden Monat schon genug Geld und habe überhaupt keine Lust auf alle Annehmlichkeiten im Leben zu verzichten. Trotzdem kann man versuchen, nicht überall das Maximum zu bezahlen. Auf lange Sicht macht das eine ganze Menge aus.

Rock on
Exklusiv: Gutscheincodes für bettervest

Nachdem meine Podcast-Episode mit bettervest-Geschäftsführer Patrick Mijnals so gut ankam, hat Patrick mir angeboten, dass ich gern auch Gutschein-Codes an meine Newsletter-Leser weitergeben kann.

Bettervest ist eine Plattform für nachhaltige Crowdfunding-Projekte*, die seit 2013 existiert. Du investierst hier in Energieprojekte in Deutschland, Südamerika, Afrika und bald auch Indien. Dazu gehören beispielsweise Solarnetze für afrikanische Dörfer in Nigeria oder Uganda, aber auch Mini-Kraftwerke für eine Berliner Schule.

Die Rendite beträgt im Schnitt 7 Prozent. Da aber auch das Risiko bei diesen Projekten höher ist, spielt die breite Diversifikation eine ganz wichtige Rolle. Übersetzt heißt das: Nicht viel Geld in ein Projekt investieren, sondern wenig Geld in viele Projekte zu investieren. Pro Investment kannst mit 50 Euro starten. Du investierst dann also auch in die Umwelt und die Nachhaltigkeit.

Die Codes (ohne Anführungszeichen) für die Gutscheine lauten:

„Pop“ - 5€ beim ersten Investment
„Rock“ - 20€ bei 500€
„Metal“ - 50€ bei 1.000€ 

Hör' doch sonst nochmal in die Podcast-Episode rein, um einen Überblick zu bekommen. 

Neue Artikel in den letzten 2 Wochen
Viainvest: Meine Erfahrungen mit kurzlaufenden P2P-Krediten

Ein halbes Jahr ist nun seit meinem letzten Überblick über meine P2P-Kredite vergangen. Damit wird es wieder Zeit für einen Überblick wie es bei Viainvest, Mintos, Auxmoney und anderen Plattformen läuft. Im Fokus stehen diesmal meine positiven Erfahrungen mit der lettischen Plattform Viainvest.

Kognitive Verzerrungen - Der Finanzwesir rockt 41

In der aktuellen Folge von „Der Finanzwesir rockt“ geht es nicht nur um den Schnäpperwürger namens Bias, sondern um Bias als kognitive Verzerrungen, die einen großen Einfluss auf Dein Anlageverhalten haben. Glaubst Du nicht? Dann hör‘ mal in den Podcast rein.


Wochenrückblick
So langsam kommt wieder Bewegung in meine Projekte, denn am Dienstag hatte ich die erste Aufnahme für meinen Mixtape-Podcast am 13. September. Es war in meinen Augen ein richtig gutes Interview und ich bin gespannt, wie es bei Dir ankommt. Hier geht es um das Thema Motivation und die daraus resultierende Zielsetzung im Leben.

Die dritte Podcast-Staffel vom Finanzrocker-Podcast startet aber schon eine Woche früher. Am 06.09. geht es um das momentan total angesagte Thema "Finanzielle Freiheit" und was wirklich dahinter steckt. Ich freue mich schon sehr auf den Interviewtermin mit meinem Gast. Und am 20.09. gibt es dann noch ein etwas anderes Interview zu einem Thema mit dem wir uns täglich beschäftigen, aber es nie umsetzen und so viel Geld verschenken. Passt auch zu dieser Newsletter-Ausgabe. ;-)

Klingt spannend? Finde ich auch! Und danach folgen dann noch ein Mixtape zur nebenberuflichen Selbstständigkeit, Interviews mit einer Hörerin und einem Hörer und eine Episode zur Aktienanalyse.

Ist schon ein volles und buntes Programm für die kommende Staffel. Diese wird aber dann schon im Februar enden und wieder in eine längere Pause übergehen. Warum das so ist, erkläre ich im kommenden Jahr.

Am Freitag bin ich dann noch per Video für einen Online-Kongress interviewt worden. Knapp 60 Minuten spreche ich über Geldanlage und Vermögensaufbau. Mehr dazu erzähle ich Dir im kommenden Newsletter, der erst am 27.8. erscheint.

In der Zwischenzeit empfehle ich Dir den brandneuen Newsletter von Dr. Gerd Kommer. Er ist mittlerweile von London nach München gezogen und arbeitet als Vermögensberater. Auf dem Kapital-Gipfel in München hatte ich die Ehre, ihn persönlich kennenzulernen. 

Seit 2 Wochen hat er nun einen eigenen Newsletter, den er dem Finanzwesir und mir zugeschickt hat. Diesen kann ich absolut empfehlen und die einzelnen E-Mails sind schon fast wissenschaftliche Abhandlungen. Die Themen der ersten beiden Ausgaben lauten "Die Legende vom Cost-Average-Effekt" und "Die absurde Dämonisierung von ETFs". Allein an den Themen siehst Du wie interessant der Content ist. Hier kannst Du ihn Dir kostenlos abonnieren.

Bis dahin wünsche ich Dir jetzt erstmal eine schöne Sommerzeit! Wenn denn endlich mal der Sommer kommen würde....

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Daniel Korth, Dornbreite 7n, 23556, Lübeck, Deutschland
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