Allenthalben werden wir von schlechten Nachrichten eingedeckt: Kriegsgefahren, entfesselte Egos, Umweltkrisen… Da kann man nur den Kopf einziehen und wegsehen, oder?
Wir haben hier in Mitteleuropa viele Jahrzehnte eine Sicherheit genossen, die wir inzwischen ins Wanken geraten sehen. Dabei vergessen wir leicht, dass andere Völker (menschliche und nichtmenschliche) schon seit Jahrhunderten von existenziellen Bedrohungen heimgesucht werden. Die heute zu uns flüchtenden Menschen sind eine aktuelle Auswirkung davon.
Flüchtlinge gibt es jedoch nicht nur unter den Menschen. Andere Spezies sind schon lange dem Lebensraumverlust und der Ausmerzung ausgesetzt: Schmetterlinge und andere Insekten, Igel und Vögel, um nur einige zu nennen. Sich das ganze Ausmaß vor Augen zu führen ist mehr, als wir ertragen können – mir jedenfalls geht es so.
Aber wie heißt es so schön: Es ist besser ein kleines Licht zu entzünden, als über die Dunkelheit zu klagen. Der Blick auf die überwältigenden Weltprobleme verstellt uns zu leicht die Sicht auf das, was vor unseren Augen liegt.
Natürlich ändert es die Welt nicht, wenn man eine Biene aus dem Wassertrog errettet; es bewirkt nichts, denkt man. Aber für diese Biene ist es ein gewaltiger Unterschied. Diesen Unterschied in den kleinen Dingen, den können wir alle ausmachen. Darum habe ich diese drei Bücher im Verlag, die Anregungen geben, wie es gehen kann…
…im Kleinen auf der Fensterbank, im eigenen Garten oder auf öffentlichem Grün (»Wir sind die Arche«) oder im Großen mit den Möglichkeiten des Rewilding (»Das Buch vom Wilding«). Im Frühjahr erscheint das Buch einer passionierten Gärtnerin, die nicht nur in ihrem Garten Lebensräume für so viele unserer irdischen Mitbewohner schafft, sondern dies auch höchst anschaulich und lebendig beschreibt (»Ein Garten rettet eine ganze Welt«). Von diesem Buch verlosen wir drei Exemplare, die wir als Vorabdruck schon jetzt zur Verfügung stellen können; das Buch selbst ist ab März lieferbar.
An der Verlosung teilnehmen können alle, die uns bis Sonntag, den 25. Januar um 23:59 Uhr auf diese E-Mail antworten: "Ich würde gerne das Vorab-Leseexemplar von »Ein Garten rettet eine ganze Welt« bekommen. Meine Adresse: ..." *
Zum Schluss ein Zitat von Asia Suler aus ihrem Buch »Spiegel der Erde«, das mir hier sehr passend erscheint:
»Heute weiß die Wissenschaft, dass die wichtigsten Dinge des Lebens aus dem Kleinsten gesponnen sind – etwa die DNA, Algen und die Elemente, aus denen unser Boden besteht, eben jene Mineralien, die durch die Unachtsamkeit der industriellen Landwirtschaft weggespült werden. Diese winzigen Dinge sind die Bausteine des Lebens, und uns wird bewusst, dass wir, wenn wir in dieser großen Welt eine Zukunft haben wollen, lernen müssen, die kleinen Dinge zu achten. Eine neue Zeit bricht an, und sie beginnt mit der Heilkraft des Kleinen.«
In diesem Sinne hoffe ich, meine Worte waren nicht zu groß,
und grüße Euch
herzlichst Euer
Andreas Lentz