Ich denke, es lohnt sich einmal darüber nachzudenken: Welche sprachlichen Mittel stehen uns zur Verfügung, das Wesen von etwas auszudrücken, diesem Wesen sprachlich Gestalt zu geben? Ist es die wissenschaftliche Sprache oder vielleicht doch eher die dichterische?
Erde Als Mutter in einem Traum Erwachend
Mond schlüpft durch Bäume Staunend Zu Silberland von eigener Farbe
Große Macht rührt Weltall in einem Gedanken Sanft singend
Nur Stille kann hören Lieder der Neuschöpfung
… Stille und Die Träume des ungezähmten Geistes
Dies ist ein Auszug aus einem Gedicht von Darryl Wilson vom Stamm der Achomawi. Mit ihm und seiner dichterischen Sprache lässt sich gut eintauchen in das Wesenhafte, in das Erinnern unseres wahren Seins. Gibt es Wichtigeres in dieser Zeit?
Oft sind es nicht die Antworten, sondern die Fragen, die uns Offenbarung schenken. Wie Rilke sagte, geht es darum, die Fragen zu leben, um vielleicht – eines Tages – in die Antworten hineinzuleben.
Das Dichterische gibt keine Antworten, aber es lädt uns ein, die Fragen zu leben, und in diesem Sinne möchte ich Euch die beiden Bücher von Darryl Wilson ans Herz legen.
Damit grüßt herzlichst Euer Andreas Lentz |