Und doch drängt sich mir der Eindruck auf, dass viele Menschen eigene Fähigkeiten vernachlässigen und körperliche wie geistige Betätigungen mechanischen bzw. digitalen Vorrichtungen überlassen. Damit soll nichts gegen die vielen technischen Hilfsmittel gesagt sein, die natürlich auch ich jeden Tag benutze und die uns allen viele tägliche Verrichtungen vereinfachen oder abnehmen.
Was bleibt, ist die Frage, an welcher Stelle wir Tätigkeiten abgeben, die unsere ureigenen Lebenserfahrungen und Wachstumsmöglichkeiten sind. Alles, was körperlich und geistig nicht in Bewegung gehalten wird, verkümmert.
Vieles an Hilfsmitteln, die uns das Leben einfacher machen, ist zugleich Verführung, den Mühen zu entfliehen. Das Leben vereinfachen, diese Logik ist uns seit Jahrtausenden selbstverständlich und wird immer wieder vorerzählt. Doch leider hält sie einer Nachprüfung nicht stand.
Ihr habt sicherlich von den »edlen Wilden« gelesen. Hier habe ich kürzlich gelernt, dass sie nicht, weil sie besonders edlen Charakters waren, als »edel« bezeichnet wurden. Vielmehr galten sie als edel, weil sie – wie der Adel damals, als die Europäer den Ureinwohnern Amerikas erstmals begegneten – nicht arbeiten mussten. Und noch im »finsteren Mittelalter« hätte ein Grundherr seinen Leibeigenen niemals eine Arbeitsleistung abverlangt, wie sie heute im Berufsleben normal ist.*
Da stimmt doch etwas nicht!
Könnte es vielleicht sein, dass all die vielen Helfer, die uns das Leben angenehmer und leichter machen, uns hinterrücks arm machen, in Abhängigkeit bringen und uns von erfüllenden und sinnstiftenden Tätigkeiten abbringen? Einmal gar nicht davon zu reden, dass diese Helfer »Energiesklaven« sind, die ein Vielfaches an Energie verbrauchen als sie abgeben und so die Ressourcen der Erde und damit das Leben selbst verzehren.
Es gibt sie, die Menschen, die die falsche Logik unseres Fortschritts durchschauen und Wege aufzeigen, wie wir als Menschen wieder »artgemäß« leben können. Nicht wenige von ihnen sind Autoren von Büchern, die bei Neue Erde erschienen sind. Davon hier eine kleine Auswahl jener Bücher, die aufklären und Mut machen, aus dem Hamsterrad unserer Zivilisation auszusteigen.
Den Mut, richtig hinzuschauen, wünscht Euch
herzlichst Euer
Andreas Lentz