Subject: Die neue Feministische Sprechstunde ist da!

Rechtsberatung und wichtige Infos für euch

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Ihr tollen Menschen,

wir freuen uns riesig, euch endlich unsere nächste »Feministische Sprechstunde« präsentieren zu können! Denn das Thema ist so wichtig. Gemeinsam mit unseren fantastischen Freund*innen von der Feminist Law Clinic wollen wir heute euer Augenmerk auf das Thema feministische Rechtsberatung und juristische Unterstützung richten. Beides ist mehr als nötig.


Jede 5. Frau ist im Kindes- und Jugendalter Opfer von sexualisierter Gewalt geworden.1 Statistisch erlebt etwa alle vier Minuten eine Frau Partnerschaftsgewalt in Deutschland.2 Zugleich sind Betroffene oft verständlicherweise unsicher, an wen sie sich wie sicher um Hilfe wenden können. Wie funktioniert eine Anzeige bei der Polizei. Muss ich da alleine hin und muss ich sie überhaupt machen? Ist es schlimm, wenn ich mich nicht an alles erinnern kann? All diese Fragen und noch mehr haben wir die Expert*innen von der Feminist Law Clinic für euch beantworten lassen, um den Weg in Richtung Sicherheit und Selbstwirksamkeit heller auszuleuchten.


Von der Feminist Law Clinic3 haben wir euch ja schon im Newsletter zu unserem FEMINISTISCH VERBÜNDET-Netzwerk vorgeschwärmt: Vor knapp 2 Jahren haben die drei Gründerinnen Lilith Rein, Karla Steeb und Lilian van Rey an ihrem Kölner WG-Tisch die Law Clinic, eine kostenlose feministische Rechtsberatung, gegründet. Mittlerweile hat sich das Team vergrößert und unter der Supervision von über 40 Volljurist*innen bisher mehr als 700 Fälle übernommen, bei denen Beratung und Unterstützung für Frauen und queere Menschen geleistet wird.

Dabei geht es nicht nur um sexualisierte Gewalt, sondern auch um Diskriminierung und Sorgerechtsstreitigkeiten. Was eben an Zumutungen und Übergriffigkeiten im Patriarchat so alles anfällt.


Und gerade mit Blick auf sexualisierte Gewalt wisst ihr so gut wie wir, wie schwer es für Betroffene ist. Es gibt Gründe, warum sexualisierte Gewalt nur in 3% der Fälle zur Anzeige gebracht werden. NUR IN DREI PROZENT.4

Und das ist ganz sicher nicht die Schuld von Betroffenen. Niemals. Was sollen Betroffene zum Beispiel denken, wenn das Landgericht in Berlin die Süddeutsche Zeitung zwingt, die Berichterstattung über die mutmaßlichen (sexuellen) “Beziehungen” des Liedermachers Konstantin Wecker zu damals minderjährigen Mädchen zurück zu ziehen.5

Wenn der Vorsitzende Richter die Rechtmäßigkeit von MeToo-Berichterstattung anzweifelt, weit und breit kein öffentliches Interesse erkennen kann und den Betroffenen gar “Groupietum” unterstellt. Woher sollen sie den Mut nehmen, Anzeige zu erstatten, wenn sie lesen müssen, dass im Fall der Autorin Claudia Wuttke 65 von 67 Fällen sexualisierter Gewalt verjährt sind?6


Betroffene brauchen mehr Sicherheit. Deswegen ist Sicherheit aus feministischer Sicht auch so wichtig. Deshalb erhaltet ihr hier alle notwendigen Informationen darüber, wie genau eine Anzeige bei der Polizei funktioniert, was dabei zu beachten ist und wo ihr dafür Unterstützung bekommt.


Und es kommt noch mehr: Im nächsten Newsletter gehen wir mit der Feminist Law Clinic auf das wichtige Thema ein, welche finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten es bei Prozesskosten gibt. Denn Recht bekommen ist in Deutschland eine teure Angelegenheit. Und es kann nicht sein, dass Betroffene von sexualisierter Gewalt, Diskriminierung und Sorgeentrechtung von ihrem Kontostand abhängig machen müssen, ob sie Anzeigen erstatten, ihr Recht einklagen und Prozesse führen können.


Liebe Freund*innen, das Patriarchat schläft nicht, also bleiben wir hellwach und denken uns immer neue Mittel und Wege aus, um aufzuklären, zu bilden, zu protestieren und zu ermächtigen. Aber ohne euch und eure Unterstützung kriegen wir das nicht hin. Helft uns bitte.



Und falls euch die patriarchalen Tributzölle zu wenig in der Kasse gelassen haben (seufz, wer kennt’s nicht), dann helft uns gerne, indem ihr unseren Newsletter teilt, auf unsere Videos verweist oder einfach allen von dieser butterweichen und beinharten Feminist*innentruppe aus Hamburg erzählt, die mit der Feminist Law Clinic (auch unbedingt weiterempfehlen) Videos zu Sicherheit aus feministischer Sicht macht, die wirklich alle sehen sollten.

Alles Liebe und DANKE, dass ihr an unserer Seite seid!

Euer PINKSTINKS Team 💜

PS: PS: Wisst ihr, was PMDS ist? Eine völlig unerforschte Krankheit, obwohl bis zu 8% der Menschen davon betroffen sind.

Monatliche Panikattacken, Schmerzen, unzählige Arztbesuche ohne Ergebnis: Unsere Autorin Nora Kaiser berichtet, wie es ist, mit prämenstrueller dysphorischer Störung zu leben, was ihr geholfen hat und warum Schweigen keine Option ist. Lest diesen wichtigen Text und teilt ihn!



PPS: Je höher die Temperaturen und je knapper die Kleidung, desto mehr werden wir und unsere Körper bewertet, kommentiert, sexualisiert. Das ist oft schwer auszuhalten.

Was helfen kann: Uns selbst und die Menschen um uns herum daran zu erinnern, dass wir nicht allein sind. Wie? Zum Beispiel durch unsere Produkte. Die machen nämlich sichtbar: Wir sind viele! Wir sind laut! Wir sind füreinander da!

Bildungsmaterialien, Tassen, Geschenke, Sticker: hier kommt ihr direkt zum Shop.

Quellen:

1: Tagesschau: Millionen Menschen erlebten als Kind sexuelle Gewalt, abgerufen 07.07.2026

2: UN: Gewalt gegen Frauen in Deutschland: Zahlen und Fakten, abgerufen am 07.07.2026

3: Hier kommt ihr zur Website der Feminist Law Clinic

4: RND: Frauen zeigen nur 3% der sexuellen Übergriffe an, abgerufen am 07.07.2026

5: SZ: Urteil zur Berichterstattung über Konstantin Wecker, abgerufen am 07.07.2026 

6: NDR: Wieviel Zeit bleibt für Wahrheit? Die Debatte um Fristen bei sexueller Gewalt, abgerufen am 07.07.2026


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