Subject: We proudly present


Liebe Freund*innen,


wir sind total aufgeregt und müssen euch was erzählen! Aber vorher möchten wir mit euch zusammen mit Blick auf den bevorstehenden 8. März feiern, was Feminist*innen erreicht haben in den vergangenen 110 Jahren: das Frauenwahlrecht! Ein eigenes Konto! Berufswahlfreiheit! Und noch so viel mehr! Wir verneigen uns vor den Aktivist*innen, denen wir das zu verdanken haben. Sie haben all das durchgesetzt, weil sich unterschiedliche Menschen zusammengetan haben: Sie haben starke Banden gebildet, tragfähige Netzwerke gewebt und stabile Bündnisse geschaffen. 

Mittlerweile ist unsere Gesellschaft leider an einem Punkt angekommen, an dem der feministische Fortschritt langsamer wird, ja sogar zum Stillstand kommen könnte und wir das Erreichte verteidigen müssen. Trumpismus in den USA, erstarkende rechtsextreme Parteien und zunehmende rechte Politik in Europa und Deutschland – all das bedroht Freiheit, schränkt sie teilweise bereits jetzt ein. Marginalisierte Gruppen – zum Beispiel trans* Personen, Frauen und migrantisierte Menschen – werden gezielt verunsichert. Unsere jetzige Gesellschaft entfernt sich immer mehr von der Vision der gerechteren Gesellschaft, die wir Feminist*innen gemeinsam anstreben.

Doch wisst ihr was? Nur weil es jetzt schwieriger wird, heißt das nicht, dass wir das Ziel aus den Augen verlieren. Denn für uns steht fest: Ohne einen breiten Schulterschluss kommen wir im Feminismus nicht voran. Bedeutet für PINKSTINKS: Wir nutzen noch stärker die Mittel unserer Vorfahr*innen! Damit haben wir ja schon vor einiger Zeit angefangen: Ende 2024, nach der Wahl Trumps, haben wir mit FEMINISTISCH VERBÜNDET losgelegt, seit Juni ganz offiziell ein Netzwerk, dem innerhalb kürzester Zeit mehr als 3000 Menschen – Aktivist*innen, Initiativen, Organisationen – beigetreten sind. 

Zum 8. März setzen wir voll auf Verbündung und gehen den nächsten Schritt: PINKSTINKS wird ganz direkt mit zwei anderen Organisationen zusammenarbeiten. Beide beschäftigen sich mit dem Thema Sicherheit – aus unterschiedlichen Perspektiven. Und beide sind Expert*innen in ihrem Bereich.

Ihr Lieben, wir sind so glücklich, dass das klappt! Als wir euch vor ein paar Wochen geschrieben haben, dass uns im PINKSTINKS Team Fragen zur Sicherheit und Unsicherheit tagtäglich beschäftigen, haben uns sehr viele von euch zurückgemeldet, dass es ihnen ähnlich geht. Beim Blick auf Politik und Weltlage ist das überhaupt kein Wunder. Deswegen haben wir beschlossen, dass »Sicherheit aus feministischer Sicht« eins der großen PINKSTINKS-Themen für das nächste Jahr wird. (Übrigens: Das feministische Jahr startet am 8. März, wir liegen also gut in der Zeit. Hehe.)

💜 We proudly present 💜

Mit allergrößter Freude und Begeisterung stellen wir euch unsere Partner*innen-Organisationen vor: 

Feminist Law Clinic – großartige Menschen haben sich hier zusammengeschlossen, um niedrigschwellige und kostenfreie Rechtsberatung für Frauen und queere Personen anzubieten. Egal, ob es sich um Diskriminierung, sexualisierte Gewalt oder Sorgerechtsstreit handelt, Feminist Law Clinic kann beraten, unterstützen und genau erklären, was sich ändern muss. 

Digital Empowerment Project – diese tollen Menschen arbeiten gemeinnützig für digitale Sicherheit: So können wir uns aus der Abhängigkeit von US-Firmen lösen, so schützen wir unsere eigenen Daten, so sind wir digital selbstbestimmt. Themen, die mittlerweile für uns alle im Alltag sehr wichtig geworden sind. Doch sie sind so komplex, dass sich viele Menschen hilflos und überfordert fühlen. Mit Digital Empowerment Project an unserer Seite können wir gemeinsam die digitale Souveränität meistern, uns gegenseitig stärken und digitale Schutzräume aufbauen.

Was wir Großartiges mit Feminist Law Clinic und Digital Empowerment Project zusammen machen werden, verraten wir euch zum 8. März. 

Wir lassen uns nicht mehr verunsichern! Gemeinsam kämpfen wir für mehr Sicherheit und mehr Gerechtigkeit. 👊🏼

Ganz herzliche und solidarische Grüße gehen raus an euch!
Euer PINKSTINKS Team

Lesetipp zum Thema: Was es mit digitaler Souveränität für uns alle auf sich hat und welche Rolle die EU und die Bundesregierung dabei spielen, wird in diesem »taz«-Text erklärt: »Abhängigkeit von Big Tech: Was bedeutet ‘Digitale Souveränität’?«

PS: Unser Jahresbericht – oder eher: unsere Jahresberichte sind fertig! Wir haben nämlich direkt auf zwei Jahre zurückgeblickt: 2024 und 2025Hui, haben wir viel bewegt gemeinsam mit euch in den vergangenen 24 Monaten! Aber seht selbst – hier könnt ihr den Bericht zu den Jahren 2024 und 2025 als pdf anschauen.

PINKSTINKS in den Medien

Miriam Scheibe, PINKSTINKS-Referent*in und Sexualpädagog*in, hat im Interview mit »Scout – das Magazin für Medienerziehung« erklärt, wie die Rechte im Netz und auf Social Media – besonders Tiktok – mit veralteten Geschlechterrollen nach jungen Menschen fischt.


Was für eine Ehre! Unsere Vorständin Lara Wichels wurde vom NDR porträtiert. Hier könnt ihr den Beitrag über sie anschauen: »Mensch.Hamburg: Lara Wichels und der Verein ‘Pinkstinks’«

Was wir euch außerdem ans Herz legen möchten:

Morgen, also am 1. März, ist Equal Care Day! Schon zum 10. Mal veranstaltet die Initiative Equal Care Day ihr Festival. Daran könnt ihr auch online teilnehmen, schaut doch einfach mal hier rein und meldet euch an.

Frauenfeindliche Einstellungen unter Jugendlichen haben zugenommen – auch durch den Einfluss von Social Media. Erschreckende 42 Prozent der männlichen Jugendlichen haben ein Geschlechterbild, das Männern mehr Rechte zusteht als Frauen. Das ist das Ergebnis der Studie »Soziale Medien, Geschlechterbilder und Werte«, die die MaLisa Stiftung angestoßen hat. Einen kurzen Text dazu gibt’s hier

CN: sexuelle Belästigung

Der Schutz vor sexueller Belästigung ist in Deutschland geringer als im Rest Europas, wie ein Gutachten der Antidiskriminierungsstelle zeigt. Was andere europäische Länder besser machen, hat die Redaktion der »Tagesschau« zusammengestellt.

Ihr kennt widerständige Frauen, die einen Preis verdient hätten? Dann könnt ihr sie beim Preis »Aufmüpfige Frau 2026« nominieren. Die Ausschreibung läuft noch bis zum 3. März. Das war ein Tipp aus unserer Community – danke!

Lesetipp I
»Brigitte« stellt zwei Initiativen vor, die den Gender Health Bias nicht länger hinnehmen wollen: »Warum Frauen und ihre Beschwerden häufig nicht ernst genommen werden«

Lesetipp II

Die Soziologin Franziska Schutzbach ist in einem sehr lesenswerten Essay der Frage nachgegangen, warum Frauen rechts wählen.

CN: digitale Gewalt

Lesetipp III
Und dann wollen wir euch noch diesen tiefschürfenden Text empfehlen: Juristin Anke Stelkens hat sich für »STREIT - die feministische Rechtszeitschrift« die Digitalpolitik vorgeknöpft. Sie schreibt über digitale Diskriminierung, digitale Gewalt (auch in Bezug auf KI) und darüber, wie wenig Geschlechtergerechtigkeit in diesem Politikfeld eine Rolle spielt: »Geschlechtergerechte Daten- und Digitalpolitik«

Petition

Schüler*innen der 12. Klasse der Waldorfschule Ismaning haben eine Bundestagspetition gestartet, die wir gerne unterstützen: Sie wollen eine Grundgesetzänderung durchsetzen, die den Staat in Sachen Gleichberechtigung in die Pflicht nehmen und ihm mehr Durchsetzungskraft gegenüber der Privatwirtschaft geben soll. Hier könnt ihr die Petition unterzeichnen.

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