Betreff: Neues Jahr, neues finanzielles Glück?

Neues Jahr, neues finanzielles Glück?
Hallo Friend,

ich wünsche Dir ein frohes neues und erfolgreiches Jahr. Die erste Woche war 2017 noch etwas verschlafen - wenn man mal von den Wetterkapriolen im Norden absieht. Sturm, Überschwemmungen und Eisregen braucht kein Mensch zum Jahresstart.

Davon abgesehen geht es ab jetzt wieder richtig los und man kann auf dem bisher erreichten aufbauen. Gerade in finanzieller Hinsicht war 2016 doch ein erstaunlich gutes Jahr. Trotz des schlechtesten DAX-Starts aller Zeiten haben sich die Börsen doch gut entwickelt. Die Rendite der MSCI World-ETFs lag zwischen 10,50 % und 11,28 %. Beim MSCI Emerging Markets lag die Rendite der ETFs sogar zwischen 13,88 % und 15,27 %. Das verwundert aber nicht, da die Minus-Rendite in 2015 sehr bescheiden war und es hier wieder nach oben gehen musste.

Crash im Depot?

Wer also nur in zwei auf diesen breiten Indizes basierenden ETFs investiert war, hat nun allen Grund zur Freude. Und alles trotz Brexit und Donald Trump. Am Ende zählt aber nur die langfristige Rendite und hier gehören schlechte Jahre genauso dazu. Wenn also 2017 schlecht verlaufen sollte, ist die von Investmentpornographen geschürte Panik wie immer fehl am Platz.

Meine persönliche Rendite lag bei über 7 % und damit bin ich absolut zufrieden. Warum, erkläre ich in meinem kommenden Podcast und Depotrückblick-Artikel.

Trotz dieser guten Zahlen haben Crashpropheten immer noch Hochkonjunktur - und schlagen ordentlich Kapital aus dem Sicherheitsdenken der Deutschen. Bestes Beispiel: Der neue Wertefonds von Matthias Weik und Marc Friedrich, der den perfekten Schutz vor Inflation, Negativzins und Enteignung bieten soll. Darin enthalten sind Gold, Minen-Aktien, Aktien, Cash und Real Assets. Zu letzterem gehören Immobilien, Ackerland, Diamanten, Wald und einiges andere. So weit, so gut.

Eine milde Gabe bitte

Die fürstliche Bezahlung wird aber schön versteckt: 7,5 % Performance Fee + 3,0 % Ausgabeaufschlag + 1,6 % Jahresgebühr sind einfach viel zu teuer für vermeintliche Sicherheit. Was bleibt da am Ende für den Anleger übrig? Ein frisches Brot vom Getreide des Ackerlandes? Ein gerahmtes Foto eines Diamanten? Ein signiertes Buch von den beiden Autoren?

Marc Friedrich hat ja viele nachvollziehbare Denkweisen, die er auch im hörenswerten Podcast-Interview mit mir oder im lesenswerten Kapitalfehler-Buch wiedergibt. Trotzdem wird die Welt auf absehbare Zeit nicht untergehen, Aktien eine sinnvolle Anlagemöglichkeit bleiben und die Kosten des Fonds auch dann viel zu hoch sein.

Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Aussage aus dem Podcast, die mir in Erinnerung geblieben ist: "Momentan ist die falsche Zeit für Aktien!" Warum dann im Wertefonds aber 50 % Aktien und Minen-Aktien enthalten sind, wirft dann aber doch Fragen auf.

Blinder Glaube ist nicht alles

Du siehst: Am Ende geht es doch nur ums Geld verdienen, was auch nicht verwerflich ist. Die Finanzmagazine machen es so, die Banken, die Versicherungen und natürlich auch die Crashpropheten. Du solltest aber nicht alles blind glauben, was Dir so von allen Seiten erzählt wird, sondern Dir Deine eigene Meinung bilden. Je mehr Wissen Du hast, um so einfacher fällt Dir das am Ende, alles ordentlich einzuordnen.

Das Wichtigste für Dein finanzielles Glück ist und bleibt, dass Du mit dem Weg Deiner Vermögensbildung zufrieden bist. Mit der Zeit kommt die Sicherheit, mit der Sicherheit die nötige Ruhe und mit der Ruhe langfristig ein Vermögen. 

Tipp des Jahres

Am Ende zitiere ich mal meine Aussage aus dem etwas anderem Familienduell bei Kritische Anleger

2017 wird ein Jahr mit vielen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Unter Umständen kann das zu stürmischen Zeiten an den Börsen kommen. Hiervon sollte sich keiner verrückt machen lassen, sondern stur langfristig anlegen. Es gehört ebenfalls zur Geldanlage dazu, dass die Meere stürmisch werden.

Ich gebe da mal den norddeutschen Tipp: Fest an die Reling klammern, Wasser aus dem Gesicht wischen und den hellen Strahl am Himmel suchen.

Packen wir es an!

Rock on
 
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Wochenrückblick
Einen großen Wochenrückblick kann ich dieses Mal nicht präsentieren. An meinen Urlaubstagen habe ich nämlich tatsächlich auch Urlaub gemacht. Keinen Artikel, keinen Podcast und auch sonst nur das Nötigste. Stattdessen standen unter anderem 3 Tage Kopenhagen auf dem Programm und die waren wunderbar.

Das hat wirklich mal Wunder gewirkt und gibt auch Kraft für die kommenden Aufgaben. Mittlerweile bin ich aber für einen anderen Podcast interviewt worden, habe mein neues Buch endlich angefangen und die Podcastplanung weiter vorangetrieben. Morgen nehme ich mit dem Finanzwesir dann auch wieder neue Folgen von "Der Finanzwesir rockt" auf. Dort geht es am 30.01. weiter. Meine neue Podcast-Episode veröffentliche ich am Mittwoch. Hier gibt es den ersten Solo-Podcast seit dem Sommer zu hören.

Wetten auf den Untergang

Überraschenderweise habe ich bei Netflix in den vergangenen Tagen "The Big Short" mit Christian Bale, Brad Pitt, Ryan Gosling und Steve Carell entdeckt. Gestern habe ich ihn mir dann endlich auch mal angeschaut, nachdem es nicht nur für den Finanzwesir der Film des letzten Jahres war. 

Mal abgesehen davon, dass die Erzählstruktur etwas konfus ist und ich die Probleme der Subprime-Krise vorher schon kannte, bringt der Film den zum Himmel schreienden Betrug sehr gut auf den Punkt. Wie kam es zur heftigen Krise 2007/2008, wer waren die Schuldigen und wer hat davon profitiert? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Film. Der Spiegel fasst alles gut zusammen.

Ich sage es gleich vorweg: Der Film rüttelt auf und ist keine leichte Kost, ist aber absolut sehenswert. Vielleicht ist er ja auch etwas für Dich? Denn wie oben geschrieben, vereinfacht das Wissen von bestimmten Aspekten so einiges.      

Ich wünsche Dir eine schöne Woche!

Daniel Korth, Dornbreite 7n, 23556, Lübeck, Deutschland
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