Betreff: Warum Dich lebenslanges Lernen voran bringt

Warum Dich lebenslanges Lernen voran bringt
Hallo Friend,

in dieser Woche bin ich von allen Seiten wieder mit dem Thema lebenslanges Lernen konfrontiert worden. Das hat zum einen mit meinem Job in der Bildung zu tun. Zum anderen aber auch mit dem demografischen Wandel und seinen Auswirkungen auf Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Aber der Reihe nach.

Die Wirtschaftswoche veröffentlichte diese Woche einen Artikel zu „Lernen im Alter: Was unser Gedächtnis ruiniert“. Gut, es ist jetzt keine brandneue Erkenntnis, dass Schlafmangel, viel Stress, ungesunde Ernährung und viel Alkohol einen starken Einfluss auf das Gedächtnis im Alter haben. 

Ständig selbst fordern

Darüber hinaus sollte sich jeder immer wieder selbst fordern und das Gehirn anstrengen. Ob das nun mit stricken, lesen, schreiben, Online-Kurse absolvieren oder Sprachen lernen ist, um das Gehirn fit zu halten, ist erstmal egal. Besonders sichtbar, was die geistige Forderung im Alter bringt, zeigt das Beispiel Vita Needle und die Arbeit im Alter von über 80.

Doch auch jüngere Menschen müssen sich ständig selbst fordern und dazu lernen. Macht man gar nichts, ist einem die Konkurrenz nach kurzer Zeit einige Schritte voraus. Auf dem Arbeitsmarkt, an der Börse oder auch beim Sparen. 

Das einfachste Werkzeug um Wissen zu schaffen, sind Bücher. Hier geht es nicht um Krimis, Liebesschnulzen oder Thriller, sondern um unterschiedliche Sachbücher, auf deren Themen man sich neu einlassen sollte. Madame Moneypenny und der Finanzwesir lesen beispielsweise jeden Monat unterschiedliche Sachbücher und ziehen die Kernaussagen raus. Ob es sich dabei um Standardwerke wie „Die Kunst des Krieges“*, "Wie man Freunde gewinnt"* und „Psychologie der Massen“* oder aktuelle Bestseller wie „Illegale Kriege“* oder "Souverän Investieren in Indexfonds"* handelt, ist völlig unwichtig. Aus allen lässt sich etwas mitnehmen und sie fordern den Leser anders als Romane.

Garnierst Du das Ganze mit hörenswerten, inhaltsstarken Podcasts und ein paar Zeitungsartikeln, bleibst Du stetig am Ball, tauchst in unterschiedliche Themen ein und forderst Dich selbst. 

Ableiten und Umsetzen

Danach geht es aber um das Ableiten und Umsetzen. Und hier hakt es gewaltig. Wer nur liest und nichts ändert, kommt am Ende auch nicht voran. Das merken jetzt auch die militanten Kampfsparer, denen die Inflation gerade das Ersparte wegfrisst. Auch wenn diese aktuelle Spiegel-Kolumne über die armen Sparer etwas wirr ist: Hier liest jeder, dass hierzulande ein Umsetzungsproblem herrscht.

Woran das liegt? An der Angst vor Verlusten. An der Angst auch mal zu scheitern. An der Angst wieder aufzustehen und von vorn beginnen zu müssen. Und natürlich am fehlenden Wissen und am fehlenden Drang zu lernen. Alexander von Rente mit Dividende hat so viel Geld an der Börse verloren, aber nie aufgegeben. Trotzdem hat er am Ende eine ganze Menge wieder aufgebaut - nachdem er eine Strategie festgelegt hat. 

In den USA gehört das einfach dazu. Beispiele wie Steve Jobs, Elon Musk und viele andere zeigen auch wie das funktioniert. Hierzulande wird aber schon vor dem ersten Scheitern nur rumgemeckert, nicht gehandelt und am Ende nichts geändert.

Angesichts des sich wandelnden Arbeitsmarktes und des demografischen Wandels muss jeder aber schauen, wie er langfristig seine Chancen und Perspektiven verbessert. Mit "Müsste ich mal machen" wird nix passieren. Nur mit "Ich mach das jetzt einfach" funktioniert es auf Dauer. In allen Lebensbereichen.
 
Rock on
 
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Wochenrückblick
Was für zwei Wochen waren das schon wieder? Meine aktuelle Podcast-Folge wurde äußerst kontrovers diskutiert. Auf allen Kanälen gab es Feedback, das komplett gemischt war. Ich halte es nach wie vor für ein interessantes Thema, das das Themenspektrum meines Podcasts sehr gut ergänzt.

Natürlich hätte ich den Podcast auch kürzen können, aber dann hätte einiges gefehlt. Bei zwei Personen im Interview sollten beide auch genügend Raum zur Entfaltung bekommen - und das passt im Interview mit Mike und Marielle.

Kräftig auf den Putz hauen

Daneben kamen auch noch völlig neue Kritikpunkte auf: 

- "Das Wordshuffle passt zu Herzblatt, aber nicht zu einem Finanzpodcast." 

- "Die Tonqualität ist schlecht. Gehst Du mit Deinen Finanzen auch so um?"

- "Die Bewertungen vorzulesen ist Mist, deswegen ziehe ich einen Bewertungsstern ab." 

- "Deine Esoterik-Podcasts sind eine Zumutung! Und die Beziehungs-Folge war nicht besser."

Da habe ich wirklich das Gefühl, dass eine kontroverse Folge mehr negatives Feedback und mehr schlechte Bewertungen nach sich zieht als 20 positiv aufgenommene Folgen.

Neue Position der Bewertungen

Die Arbeit, die dahinter steckt, sieht aber keiner. Spaßige Ton- und Verbindungsprobleme mit der Aufnahmesoftware (ich habe nicht nur eine), monatelange Planung, die an einem Tag zunichte gemacht wird oder sich nach einem langen Arbeitstag aufzuraffen, noch ein 2-stündiges Interview (inkl. Vor- und Nachgespräch) zu führen oder zu schneiden. Und das für 2 (!!!) Podcasts. Von Blog oder Newsletter spreche ich hier noch gar nicht.

Ich ziehe aus dem Feedback erstmal den Rückschluss, die Bewertungen ab der nächsten Folge ans Ende des Podcasts zu stellen.

Längste Podcast-Folge

Doch zurück zum positiven: Am Mittwoch erscheint meine bislang längste Podcast-Folge. Über 100 Minuten spreche ich mit meinem Gast über Börse, ETFs, Dividenden, Zertifikate, Unternehmen, die Rolle von Bloggern bei der finanziellen Bildung und viel mehr. Wahrscheinlich wird da auch wieder rumgezetert, aber ich kann es halt nicht jedem Recht machen.

Auch die kommenden beiden Folgen sind im Kasten und richtig gut geworden. Es handelt sich dabei um ein ungemein spannendes Hörerinterview mit einer sehr jungen Anlegerin und ein Mixtape, das toll geworden ist und viele ansprechen wird (nix Eso, sondern Business).

Finanzrocker on Tour

Und ich werde für Vorträge auf eine kleine Deutschland-Tour gehen. Sobald die Termine fest sind, weise ich hier nochmals darauf hin.

Und nach über einem Jahr habe ich mal wieder Zeit gefunden, um ein Interview für einen anderen Podcast zu geben. Ich bin zu Gast im "Stay hungry, stay foolish"-Podcast von Robert Heineke und erzähle viel über Finanzen, Blogbusiness und einiges mehr. Vielleicht möchtest Du mal reinhören.

Ich wünsche Dir eine schöne Woche!

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Daniel Korth, Dornbreite 7n, 23556, Lübeck, Deutschland
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