Betreff: Warum dich Erfolgsprinzipien nach vorn bringen!

Warum dich Erfolgsprinzipien nach vorn bringen!
Hallo Friend,

als ich vor 18 Jahren meinen Grundwehrdienst beendete, hatte ich keinen Plan wie es mit meinem Leben weitergehen sollte. Studium oder eine Ausbildung? Ins Ausland gehen? Oder doch lieber erstmal ein Praktikum, um zu schauen, ob "irgendwas mit Medien" überhaupt Spaß macht? Ich war völlig planlos und überfordert.

Um die Entscheidungsfindung etwas herauszuzögern, bewarb ich mich auf diverse Praktika im Medienumfeld. Nach einigen Vorstellungsgesprächen bekam ich tatsächlich einen Platz beim Berliner Fernsehsender "FAB - Fernsehen aus Berlin". Mittlerweile ist der Lokalsender wegen Größenwahns längst in den ewigen Jagdgründen gelandet. Aber damals war der Sender am wachsen und ich lernte innerhalb weniger Monate so viel wie danach erst wieder mit Finanzrocker.

Lern' doch was Vernünftiges!

Wir entwickelten neue Sendungsformate, eigene Nachrichten und wuchsen stark an. Nach wenigen Monaten bekam ich einen Festvertrag als Chef vom Dienst (mit Praktikantengehalt wohlgemerkt). Fortan kümmerte ich mich um die Organisation der täglichen Nachrichten, entwickelte eigene Beiträge und vertonte sie auch. So sah der Anfang von meinem Umgang mit Kameras und Mikrofonen aus. Das machte einfach verdammt viel Spaß. Dennoch entschied ich mich nach einem Jahr doch lieber für ein solides Karriere-Fundament und fing an zu studieren. In den Semesterferien arbeitete ich in den Jahren darauf noch für verschiedene Zeitungen, was mir aber eher weniger gefiel.

Nach dem Studium ging ich für ein halbes Jahr ins Ausland, um dort weitere Praktika zu absolvieren. Im Anschluß startete der Weg in eine mühsame Karriere: Arbeitsamt, Weiterbildung, Volontariat, Arbeitsamt, Junior-Berater, Projektmanager, Marketing Manager und Online-Marketing Manager. Einen Blick über den Tellerrand gönnte ich mir ehrlich gesagt nie. Erst als ich im Winter 2014 anfing, Podcasts zu hören, fing ich an aufzuwachen und über meinen Werdegang nachzudenken. Über 12 Jahre nach meinen mich erfüllenden Fernseherfahrungen.

Den eigenen Weg gehen

So kam 2015 der Start meines Blogs, der mich aber nicht wirklich ausfüllte. Erst die beiden Podcasts forderten mich wirklich heraus und ich lernte wieder genauso viel wie in den Jahren 2001 und 2002. Es war tatsächlich wieder genau das, was ich eigentlich immer machen wollte. Kreativ sein, lernen, sich weiterentwickeln und spannende Menschen kennenlernen.

Jetzt fragst du dich wahrscheinlich, was das mit Erfolgsprinzipien zu tun hat. Auf den ersten Blick relativ wenig, auf den zweiten sehr viel. Denn vorher hatte ich keine Prinzipien - weder für den Erfolg noch für die Karriere. Nur das sture Karrieredenken: Was ist gut und was ist schlecht für den Lebenslauf. Das farfst du und das nicht! Und: Was sagen die anderen Menschen in meinem Umfeld? Schließlich war ich kein Zahnarzt oder Anwalt geworden, sondern nur "irgendwas mit Medien und Marketing". Die Folge: Eine Karriere im Zeitlupentempo!

Worauf es wirklich ankommt, lerne ich erst jetzt massiv. Besonders zum Nachdenken gebracht, hat mich schon vor über zwei Jahren die sogenannte Ray-Dalio-Formel aus seinem Buch "Principles". Ray Dalio gründete 1975 die Investmentfirma Bridgewater Associates, die zu den wichtigsten Unternehmen in den USA gehört. Er ist einer reichsten und erfolgreichsten Menschen weltweit.

Die Ray-Dalio-Formel

In seinem Buch fasst er die Geheimnisse seines Erfolgs in Prinzipien zusammen und gibt Handlungsvorschläge, die der Leser für sich ableiten kann. Das ist nicht immer einfach zu lesen, aber in der Gesamtheit sehr inspirierend.
Lerne aus dem Schmerz heraus, reflektiere und mach es beim nächsten Mal besser. Das beste Beispiel für diese Formel ist der Besuch eines Fitnessstudios. Nur indem du dich immer wieder quälst, den inneren Schweinehund überwindest, Muskelkater überstehst und dich nach und nach steigerst, baust du Muskeln auf und lebst dank des Trainings gesünder. Lässt du nach, entwickelt sich alles jedoch wieder zurück.

Raus aus der Komfortzone!

Mein persönliches Lieblingsbeispiel: das Reden vor Menschen. Es war für mich die absolute Hölle, mich vor Menschen zu stellen und etwas zu erzählen. Trotz eines Rhetorik-Studiums. Als ich 2015 bei der OMfincon in Berlin vor 250 Menschen auf die Bühne gerufen wurde, rutschte mir fast mein Herz in die Hose - und ich selbst beim Weg auf die Bühne fast aus. Wie peinlich!

Ich fing daraufhin an, mich immer wieder so einer unangenehmen Situation zu stellen. Raus aus der Komfortzone und rein in eine Routine, in der ich mich wohlfühle! Denn nur dadurch lernst du auch etwas. 

So analysierte ich nach jedem Vortrag, was gut und schlecht war. Die Folge: Ich wurde routinierter, erzählte anschaulicher und rhetorisch sicherer. 2017 durfte ich direkt nach Dr. Gerd Kommer auf einer Bühne einen Vortrag halten, was für mich schon ein absolutes Highlight war. Aber auch eine gewisse Drucksituation. Kurz darauf hielt ich in Tallinn einen Vortrag vor 150 Menschen, der ziemlich schlecht lief. Auch hier reflektierte ich wieder, was gut und was schlecht lief. 

Beim nächsten Mal war derselbe Vortrag deutlich erfolgreicher. 2018 saßen dann beim Kapital-Gipfel wieder 250 Menschen vor der riesengroßen Bühne, denen mein Humankapital-Vortrag sehr gut gefiel. Mir fiel es auch viel einfacher, vor vielen Menschen zu präsentieren - auch wenn ich es eigentlich immer gehasst habe. Der Fortschritt war also in allen Belangen konkret messbar. Gleiches gilt für das Bücher schreiben, Podcasts machen, Blogartikel schreiben und so weiter.

Zeit bringt Geld

Im Buch von Ray Dalio gibt es aber noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Beispiel, wie man persönlich seine Erfolgsprinzipien festlegen kann: 
  • Effektiv Entscheidungen treffen
  • Radikal aufgeschlossen sein
  • Sinnerfüllte Arbeit und sinnerfüllte Beziehungen kultivieren
  • Aus Fehlern lernen (die solltest du aber auch machen dürfen)
  • Das "Wer" ist wichtiger als das "Was"
  • Probleme diagnostizieren, um an ihre Ursachen zu gelangen
  • Verbesserungen für deine Maschine entwerfen, um Probleme zu beheben
Wichtige Passagen habe ich gleich zweimal gelesen und mich inspirieren lassen. Die Umsetzung der Erfolgsprinzipien dauert aber seine Zeit und funktioniert nicht von heute auf morgen. Aber dann haben diese Prinzipien einen großen Einfluss auf dein Leben, deine Arbeit und natürlich auch auf deine Finanzen. 

So ist 2019 mit Abstand mein erfolgreichstes Jahr überhaupt, weil ich nichts dem Zufall überlassen habe. Die Jahre bis zu diesem Punkt waren jedoch nicht so einfach und verdammt arbeitsintensiv. Es hat sich aber gelohnt. Und meine  erfolgreichen Blogger-, YouTube- oder Podcasterkollegen setzen ebenfalls ihre Erfolgsprinzipien um. Es ging also nicht nur mir so! Das weiß ich aus dem persönlichen Austausch.
Verlosung: 3x "Die Prinzipien des Erfolgs" von Ray Dalio

Im Juni kam endlich die deutsche Version von "Die Prinzipien des Erfolgs" heraus. Auf 688 Seiten erzählt Ray Dalio seine Geschichte und welche Prinzipien zu seinem nachhaltigen Erfolg geführt haben. Das ist nicht immer einfache Lektüre, aber ich konnte sehr viel mitnehmen.

Wenn du für dich auch deine Erfolgsprinzipien festlegen möchtest und du nach dem Lesen des Newsletters Lust hast, mehr darüber zu erfahren, dann mach einfach beim Gewinnspiel mit. Ich verlose drei Exemplare des Buches "Die Prinzipien des Erfolgs"* von Ray Dalio. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 31.7. um 15 Uhr.

Bitte schicke eine E-Mail mit dem Betreff "Die Prinzipien des Erfolgs" an gewinnspiel@finanzrocker.net. Aus allen Einsendungen werde ich die drei Gewinner/innen ziehen. Jede/r kann nur einmal mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mit diesem Newsletter gehe ich jetzt auch hier in die Sommerpause bis in den September. Neben einer tatsächlichen Pause möchte ich aber auch wieder etwas Neues lernen und aufbauen. Mehr dazu findest du weiter unten im Wochenrückblick. Nach dem dicken Ray-Dalio-Wälzer kommt als nächstes ein Buch, das fast 1.000 Seiten hat und hoffentlich genauso viel Input liefert. 
Sommerliche Grüße
Neue Artikel in den letzten 3 Wochen
Durch Reisen, Offenheit und Netzwerke lernen – VLOG aus Riga

Ich habe meine Sommerpause im Finanzrocker-Podcast dazu genutzt, mich mit meinem YouTube-Kanal zu beschäftigen und versucht zu lernen, ein VLOG zu erstellen. So kann ich künftig Interviews mit Reisen und Veranstaltungen verknüpfen. Auch für Blog und Podcast ist das eine sinnvolle Ergänzung. Die ersten Schritte waren aber etwas ungewohnt.
„Indexing vs. Stock Picking“ – Der Finanzwesir rockt 74

Im einzigen Duell dieser zweiten Staffel bei „Der Finanzwesir rockt“ haben wir Stefan Waldhauser und Arne Scheehl zu Gast. Stefan Waldhauser ist Mitgründer des Digital Leaders Funds (DLF) und setzt auf aktives Stock Picking. Er hat ein Start-up gegründet und verkauft. Seit Jahrzehnten ist er digital unterwegs und hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Er kennt die Digitalgewinner schon heute und versammelt sie im DLF. Arne Scheehl konstruiert für Lyxor ETFs und sieht aktives Stockpicking doch eher skeptisch. Vorhang auf für ein spannendes Gespräch.
„Mehr für die Aktionärskultur in Deutschland tun“ – Interview mit Jonathan Neuscheler von AlleAktien

In der letzten Podcastfolge vor meiner Sommerpause habe ich Jonathan Neuscheler zu Gast. Er betreibt gemeinsam mit Michael Jakob die Webseite AlleAktien und ist Gründer der Dividendenstrategie-Gruppe bei Facebook. In 80 Minuten sprechen wir über Entscheidungskriterien bei Aktien, Geschäftsmodelle, Fehlentscheidungen und das neue große Projekt von Jonathan.
Wochenrückblick
Vor zwei Wochen war ich auf der Citizen Circle-Konferenz in Riga und konnte mich wieder mit ganz vielen ortsunabhängigen Unternehmern treffen. Das ist immer sehr inspirierend. Dort habe ich meinen allerersten VLOG gedreht.

Das war für mich komplett ungewohnt und durchaus mit etwas Schmerz getreu der Ray-Dalio-Formel verbunden. Vor dem Mikro zu sitzen und zu podcasten ist etwas anderes als sich für eine Kamera zu setzen oder damit durch die Stadt zu laufen. 

Und ich muss dir gestehen: Bis zu meinem letzten Abend in Riga hatte ich noch keinen einzigen meiner VLOG-Parts aufgenommen - außer am Flughafen in Hamburg. Da war mir das alles noch ziemlich peinlich. Die Soloaufnahmen machte ich erst am Sonntag um 20 Uhr. 

Partout konnte ich mich nicht daran gewöhnen, mit einer Kamera durch die Gegend zu rennen und etwas zu erzählen. Doch ich musste liefern, weil ich jedem von dem VLOG erzählt hatte. Also drehte ich nach der 3,5-stündigen Stadtführung und zwei Bier gleich alle meine VLOG-Szenen hintereinander. Dann funktionierte es auf einmal und ich wurde etwas lockerer vor der Kamera.

Die kurzen Interviews hingegen liefen wirklich gut - bis auf die Mikrofon-Probleme im Co-Working-Space. Ich interviewe neben meinen Podcast-Gästen Frank Eilers und Lars Wrobbel auch Maximilian Breböck von der Wissenswelle und die Lazy Investors.

Der VLOG dauert übrigens 45 Minuten und ist damit deutlich kürzer als meine Podcast-Folgen. ;-) Die Themen sind Reisen, Lernen, Offenheit, Netzwerke, Riga natürlich und eine ganze Menge mehr. Jetzt heißt es die Learnings zu reflektieren und beim nächsten Mal besser zu machen. Den nächsten VLOG gibt es übrigens im August - ebenfalls mit einem Interviewgast.


Mein erstes Podcast-Interview für die 5.Staffel habe ich auch hinter mir. Dafür ging meine Leitung zum zweiten Mal nach China. Dieses Mixtape kommt Mitte September raus und zählt in meinen Augen zu den besten Finanzrocker-Folgen überhaupt. Und es ist ebenfalls eng mit Erfolgsprinzipien verbunden. Warum erfährst du am 18.9. in Folge 132.

Diese Mixtapes mache ich aus einem Grund: den Blick über den Tellerrand und Abwechslung. Ich habe schon so viele inspirierende Mixtape-Gäste gehabt, von denen ich mir auch einiges abgeschaut habe. 

Zwei Folgen "Der Finanzwesir rockt" gibt es jetzt noch und einen neuen Finanzrocker-Blog-Artikel, der schon länger fertig ist. Ansonsten ist ab sofort aber Sommerpause. 

Morgen haben wir bei "Der Finanzwesir rockt" unsere Finanzblogger/-YouTuber-Kollegen Tim Schäfer aus New York und Thomas Kehl aus Paris zu Gast. Mit ihnen sprechen wir darüber, was man beachten sollte, wenn man ins Ausland gehen möchte und wo es im Bereich Finanzen Unterschiede zu Deutschland gibt. 

Am 28.8. geht es dann mit dem Finanzrocker-Podcast weiter. Bis dahin wünsche ich dir aber einen sonnigen und schönen Sommer und freue mich darauf, dir im September den nächsten Newsletter zuzuschicken. :-)

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Daniel Korth, Dornbreite 7n, 23556, Lübeck, Deutschland
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