Betreff: Warum du mit finanziellem Fasten viel Geld sparen kannst!

Warum du mit finanzielles Fasten viel Geld sparen kannst!
Hallo Friend,

im neuen Jahr ändert sich vieles auf das wir in der Vergangenheit bauen konnten. Die Commerzbank und comdirect streichen ihr Tages- bzw. Festgeld für Neukunden. Es lohnt sich mittlerweile weder für die Kunden noch für die Banken. Der Anfang des Jahres endgültig abgenickte Zusammenschluss kommt auch noch dazu und wirft seine Schatten voraus. Immerhin gibt es eine ganze Reihe neuer und interessanter Sparplan-Aktien bei der comdirect*, die das Angebot sinnvoll ergänzen. Der ehemals günstige Broker Flatex verlangt ab März Depotgebühren, wodurch die Kunden in Scharen zu anderen Banken flüchten. 

Auch bei den ETF-Sparplänen diverser Broker ändert sich eine Menge. So streichen Maxblue und vor allem Onvista alle kostenlosen ETF-Sparpläne, comdirect verkleinert das Angebot kostenloser ETFs und die ING erhöht den Mindest-Orderwert für kostenlose ETFs von 500 auf 1.000 Euro. Auch die DKB verlangt ab sofort 0,49 Euro Ausführungsentgelt für Aktions-Sparpläne.

Das alles sorgt dafür, dass günstige Broker wie Trade Republic* und Gratisbroker* einen immensen Zulauf haben. Beim Smartphonebroker Trade Republic gibt es mittlerweile 322 kostenlose Sparpläne von iShares, die ich ab 25 Euro besparen kann. Das ist eine absolute Kampfansage an die etablierten Broker. 

Dafür fehlen Vergleichsmöglichkeiten der Aktienkurse beim Handelsplatz, da dort nur über einen Partner gehandelt werden kann, wo die Kurse häufiger schon schlechter waren als bei Tradegate und Co.. Dazu hat Richard Dittrich von der Börse Stuttgart in den Interviews im Finanzrocker-Podcast und bei "Der Finanzwesir rockt" schon mal etwas gesagt. Am Ende spart man dann doch nicht so viel wie gedacht.

Zusammengefasst: Wer 2020 bei der Geldanlage sparen will wie bisher, muss handeln. Sonst kostet es jetzt mehr Geld. Ich bin ja nach wie vor der Meinung, dass die paar gesparten Euros bei den Orderkosten oder beim Sparplan am Ende für die Vermögensbildung nicht wirklich entscheidend sind. Es sei denn, man tradet wie wild hin und her, was wirklich sehr hohe Kosten verursacht.  

Und sind wir mal ehrlich: Mit der überall grassierenden Billigmentalität schneiden wir uns am Ende selbst ins Fleisch. Alle Anbieter müssen irgendwie Geld verdienen, sonst gehen sie irgendwann pleite oder müssen beim Service sparen. Das muss ich bei der Wahl von Girokonto, Versicherung oder auch dem Aktiendepot auf jeden Fall beachten. 

Anders sieht es hingegen bei monatlichen Kontoführungsgebühren, jährlichen  Depotkosten wie jetzt bei Flatex oder auch hohen Kreditkartengebühren aus. Auf lange Sicht gesehen summieren sich diese Kosten zu einem hohen dreistelligen Betrag, der einfach unnötig ist.

Nur Pumpen oder auch in die Sauna?

Auf der anderen Seite solltest du bei den günstigen Anbietern auch keinen Full-Service erwarten. Diese Woche gab es einen Kommentar zu Trade Republic auf meinem Blog, dass der neu geschaffene Depotumzug in 3 Wochen nicht vonstatten ging und der Chat viel zu langsam ist. Es ist doch klar, dass die vielen Neukunden zu einer Verzögerung führen und der Support dementsprechend länger dauert. Bei geringeren Kosten kann ich auch nicht die gleichen Ansprüche wie bei einer großen Bank mit vielen Servicemitarbeitern stellen, wo ich mehr Geld zahle. In mindestens einem Bereich muss ich bei einem günstigen Anbieter IMMER Abstriche machen muss. Dafür zahle ich auch weniger. 

Denn wenn ich im Fitnessstudio eine Sauna oder ein Schwimmbad möchte, kann ich nicht zu McFit gehen. Und wenn ich nie Sauna oder Schwimmbad im Premium-Club nutze, kann ich auch viel Geld sparen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Ich habe mich schon vor Jahren bewusst für den Premium-Club entschieden, weil ich auf die Sauna nicht verzichten will. 
Finanziell Fasten im neuen Jahrzehnt

Über die Feiertage habe ich das neue Buch von der Wirtschafts- und Finanzjournalistin Judith Engst gelesen. Darin geht es um finanzielles Fasten und wie man unnütze Ausgaben vermeidet und so das Leben positiv verändert. Das klingt jetzt wieder so groß und einschneidend, dabei ist es die Summe kleiner Dinge, die zu dieser positiven Veränderung führt. 

"Finanzielles Fasten"* ist ein relativ dünnes Buch mit vielen Inhalten, die die finanziell gebildeten Leserinnen und Leser schon kennen sollten. Mittlerweile habe ich so viele Finanzbücher gelesen, dass ich nur noch sporadisch Neues mitnehmen kann. Bei dem Buch ist es aber mal wieder der Fall, weil es sich nur am Ende um ETFs und Geldanlage dreht und vorher komplett andere Bereiche abgedeckt werden. In den vorherigen Kapiteln geht es um Versicherungen, Banken, Einkaufen und Bestellen, Bezahlen und Steuern. Und da sind tatsächlich auch für mich einige Tipps dabei gewesen, die ich noch nicht kannte und die die Kosten des Buches ziemlich schnell wieder relativieren.

Beispielsweise wie Männer bei den teuren Produkten für die Nassrasur ordentlich sparen können. Warum du bei Sachversicherungen nicht jeden Bagatellschaden melden solltest. Oder wieso unberechtigtes Parken auf dem Supermarktparkplatz mal schnell einige Hundert Euro kosten kann. Und warum du nie Testkunde oder Finanzagent werden solltest. 

Es sind die anschaulichen Beispiele aus dem Alltag, die dafür sorgen, dass "Finanziell Fasten" schnell und angenehm zu lesen ist und gerade Neulinge enorm viel aus dem Buch mitnehmen können. Aber auch finanziell erfahrene Menschen bekommen einige Einblicke, die sie so womöglich noch nicht auf dem Schirm hatten. Weltbewegend Neues gibt es aber nicht zu entdecken. 

Konto

Ich habe mich schon vergangenes Jahr mit dem finanziellen Fasten beschäftigt und bin für 2020 gut aufgestellt. 2019 bin ich nach 18 Jahren endlich mit meinem Girokonto von der Postbank zur comdirect umgezogen. Vorher hatte ich vor diesem Schritt durchaus Respekt, der sich als unbegründet herausgestellt hat. 

Jetzt schaue ich mir aber erstmal an, welche Auswirkungen die Verschmelzung von der comdirect und der Commerzbank hat. Einen weiteren Wechsel scheue ich nun nicht mehr. Mit der comdirect bin ich aber in jeder Hinsicht zufrieden. 

Meine Ersparnis: Bis zu 80 Euro pro Jahr für Girokonto und Kreditkarte

Haftpflichtversicherung

Auch bei meiner Haftpflichtversicherung habe ich Nägel mit Köpfen gemacht und nach Jahren einen Wechsel vorgenommen. Ich wollte eine moderne, weltweite Versicherung mit klaren Bedingungen, transparenten Preisen und hohem Schutz. Da hat es in der Vergangenheit bei ALLEN meinen Versicherungen gewaltig gehapert. Nachdem mir schon viele Freunde und Bekannte viel Positives davon berichtet haben, bin ich zu Helden.de gewechselt*, die in Verbindung mit den renommierten NV-Versicherungen alle meine Bedingungen erfüllt haben.

Hauptvorteil ist natürlich der hohe Versicherungsschutz in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro. Da zahle ich dann auch gern im Schadensfall die Selbstbeteiligung in Höhe von 150 Euro, die dafür sorgt, dass die Versicherung so günstig, vielseitig und flexibel bleibt. 

Die Familie ist gleich mitversichert und durch den Communityeffekt zahlst du jährlich dauerhaft weniger, wenn du Freunden die Versicherung weiterempfiehlst. Auch deine Freunde zahlen dann dauerhaft einen Monat weniger. Mein Heldencode lautet übrigens 2HU72, mit dem du dauerhaft einen Monat umsonst bekommst. Dieses Prinzip finde ich super. Ich zahle nun weniger als vorher, bin weltweit (!) besser abgesichert und rundum zufrieden.

Letzten Sommer bin ich schon gewechselt und die Versicherung hat für mich die Kündigung bei meinem alten Anbieter übernommen. Seitdem profitiere ich trotzdem schon von allen Vorteilen, die Helden.de* gegenüber meiner alten Haftpflichtversicherung hat, und bin bis Vertragsstart kostenfrei mitversichert. Das war für mich der Hauptgrund nicht länger zu warten. Der alte Vertrag läuft erst jetzt im Februar aus.

Meine Ersparnis: Abhängig von Schadensfällen

Kreditkarten

Gerade bei Auslandsreisen sind Kreditkarten unabdingbar. Leider ist das häufig mit zusätzlichen Kosten verbunden, die man auf den ersten Blick gar nicht so sieht. Schlechte Wechselkurse beim Geldabheben, Auslandsgebühren in Höhe von 1,75 % oder auch die Kosten am Geldautomaten, wo ganz schnell viel Geld drauf geht. Diese Kosten lassen sich leider nicht mehr umgehen. 

In Thailand kostet beispielsweise eine Abhebung am Geldautomaten immer zwischen 5-6 Euro. Wegen einer anderen Währung kommen dann häufig die Auslandsgebühren der Kosten der Kreditkartenanbieter noch obendrauf. Das sind auch mal schnell 4-6 Euro bei höheren Abhebungen, die sich dadurch bemerkbar machen, dass du einfach weniger Geld aus dem Automaten bekommst. Zumindest diese Kosten konnte ich umgehen, indem ich meine Kreditkarten mit meiner Curve-Karte gekoppelt habe.

Curve ist ein englisches Unternehmen, das eine Master-Kreditkarte anbietet, in die ich alle anderen Kreditkarten von meiner Freundin und mir eingelesen habe. Das dauert jeweils eine Minute und ist sehr einfach.

Bei Curve gibt es kein eigenes Kreditkartenkonto, sondern nur ein Prämienkonto zum Punkte sammeln bei Lidl, Amazon oder Deutsche Bahn (mit dem Referral-Code TKXWI bekommst du übrigens 5 Pfund gutgeschrieben. Einfach in der App bei deinen Daten eingeben und du bekommst sie gutgeschrieben). Die Curve-Karte ist in der einfachen Variante kostenlos.

Der Vorteil liegt darin, dass ich ordentlich Bezahl- und Abhebegebühren gespart habe. Abhebungen mit Curve über N26 brachten im Schnitt 4 Euro mehr als über die N26-Karte* selbst, da die 1,75 % Abhebegebühren nicht fällig wurden. 

Ein weiterer Vorteil: Besitzt du nur eine Visa-Kreditkarte, kannst du mit der Curve-Karte auch mit einer Mastercard bezahlen, wenn du sie koppelst. Gerade in Asien gibt es in vielen Restaurants und Supermärkten Partnerschaften entweder mit Visa oder Mastercard. Mit dem anderen Anbieter kannst du dann nicht bezahlen. Anfangs ist mir das tierisch auf den Keks gegangen, aber ich konnte es zum Glück so umgehen.

Neuerdings lässt sich über Curve auch Geld in anderen Währungen an Freunde kostenlos versenden.

Ersparnis: Wenn du häufiger im außereuropäischen Ausland unterwegs bist, sparst du damit einen dreistelligen Betrag im Jahr. 

Fazit

Du siehst: Mit finanziellem Fasten kannst du allein mit solchen Kleinigkeiten wie Konto, Haftpflichtversicherung und Master-Kreditkarte schon viel Geld sparen.  Alle drei Punkte werden auch im Buch "Finanziell Fasten"* nochmal aufgegriffen und genauer erläutert. Dazu kommen aber noch einige Dutzend weiterer Punkte, so dass du die Kosten für das Buch schnell wieder drin haben solltest.

Damit du auch einige Anregungen zum finanziellen Fasten erhältst, verlose ich 3 Exemplare vom neuen Buch von Judith Engst. Wer eins der Exemplare gewinnen möchte, schickt einfach bis zum 15.01.2020 um 15 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff "Ich will 2020 finanziell Fasten!" an gewinnspiel@finanzrocker.net. 

Aus allen Einsendungen werde ich die drei Gewinner/innen ziehen. Jede/r kann nur einmal mitmachen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

Damit wünsche ich dir viel Erfolg bei deinem finanziellen Fasten und alles Gute für ein erfolgreiches 2020.
Viele Grüße
Anzeige: Kapital-Gipfel 2020
Am 6. März findet zum vierten Mal der Kapital-Gipfel in München statt. Im Haus der bayerischen Wirtschaft geht es einen Tag lang um verschiedene Themen der Geldanlage. Auch in diesem Jahr können sich die Referenten wieder sehen lassen. 

So berichtet Dr. Gerd Kommer darüber, wie Untergangspropheten investieren. Margarethe Honisch erzählt, warum Frauen besser investieren. Und Dr. Andreas Beck stellt das sicherste Portfolio aller Zeiten vor. Mit Christian Röhl, Stefan Obersteller von Geldbildung, Vincent von Freaky Finance, dem Hobbyinvestor Sebastian und einer Liveschaltung zu Markus Koch an die Wallstreet sind noch weitere interessante Referenten dabei. 

Wenn dich das Programm interessiert, schau doch einfach mal auf der Webseite vom Kapital-Gipfel vorbei. Mit dem Code Finanzrocker (gültig bis 09.02.2020) bekommst du 20 % Rabatt auf den Ticketpreis. 
Neue Artikel in den letzten 3 Wochen
Depotrückblick 2019 und Ziele 2020

2019 war ein denkwürdiges Jahr für mich. Im Gegensatz zum börsentechnisch durchwachsenen 2018, ging es 2019 nur nach oben. Auch die nebenberufliche Selbstständigkeit entwickelte sich im vergangenen Jahr sehr stark, so dass ich im Hauptjob nur noch in Teilzeit arbeite. Zeit für die jährliche Bestandsaufnahme.
Wochenrückblick
Ein sehr erfolgreiches Jahr ist zu Ende gegangen, ein hoffentlich noch erfolgreicheres Jahr steht vor der Tür. Obwohl es mit Sicherheit schwer fallen wird, die vergangenen zwölf Monate zu toppen, wie du in meinem Depotrückblick 2019 lesen und hören kannst. Auf jeden Fall gibt es zum Start gleich vier richtig gute Interviews und komplett unterschiedliche Podcast-Folgen am Stück. 

Den Anfang im ersten Interview 2020 macht am Mittwoch Saidi von Finanztip. Mit ihm habe ich eine Neuauflage von 2018 gemacht. Damals habe ich Sara Zinnecker von Finanztip interviewt und mit ihr einen ausführlichen Jahresausblick gemacht. Die Folge kam richtig gut an. Saidi und ich machen es jetzt ähnlich, wobei wir komplett andere Themen besprechen. Von der ETF-Anlage im Crash über Immobilien und Tagesgeldkonten bis hin zu Steuer-Tipps für Arbeitnehmer und Fallstricke von Kreditkarten ist eine sehr große Bandbreite in der Folge vorhanden. Und das alles in gerade mal 65 Minuten. Hör doch Mitte der Woche mal rein.

Bei "Der Finanzwesir rockt" geht es erst Ende Januar weiter. Da haben wir für die erste Staffel ein buntes Potpourri zusammengemischt, das es so nirgendwo sonst zu hören gibt. Und wir gehen wieder tiefer in schon vorgestellte Themen rein, so dass es auch für Fortgeschrittene interessant werden wird. Mittwoch nehmen wir zum Start aber erstmal unsere klassische Auftaktfolge zu zweit auf.

Ansonsten gibt es noch nicht so viel neues in meinem Wochenrückblick zu erzählen, da ich tatsächlich nur das Nötigste gemacht habe. Aber allein der Depotrückblick hat mich über die Weihnachts- und Neujahrszeit ordentlich beschäftigt. In Summe ist das der zeitaufwändigste Artikel und Podcast des Jahres. Ich bin froh, dass ich da jetzt wieder ein Jahr Pause habe. ;-)

Den nächsten Newsletter gibt es wieder am 09.02. zu lesen. Bis dahin wünsche ich dir alles Gute! 
Disclaimer: Vom Versender dieses Newsletters gehandelte Aktien, ETFs, P2P-Kredite, Anleihen und Fonds sind immer mit Risiken behaftet. Alle Texte sowie die Hinweise und Informationen stellen keine Anlageberatung oder Empfehlung dar. Sie wurden nach bestem Wissen und Gewissen aus öffentlich zugänglichen Quellen übernommen. Alle zur Verfügung gestellten Informationen (alle Gedanken, Prognosen, Kommentare, Hinweise, Ratschläge etc.) dienen allein der Bildung und der privaten Unterhaltung.

*Affiliate-Link: Dir entstehen durch einen Klick weder Nachteile noch irgendwelche Kosten. Wenn du dich für ein Produkt entscheiden solltest, zahlst du denselben Preis wie sonst auch. Aber du unterstützt damit meine Arbeit und ich erhalte eine kleine Provision, wenn du dich nach einem Klick für das Produkt/Angebot entscheiden solltest. Vielen Dank im Voraus. Ich weiß das sehr zu schätzen.
Daniel Korth, Dornbreite 7n, 23556, Lübeck, Deutschland
Sie können den Newsletter jederzeit abbestellen oder Ihre Kontaktdaten ändern.