High Performer – egal ob im Sport oder in der Wirtschaft – haben die Fähigkeit, sich unglaublich schnell von Rückschlägen zu erholen. Wenn man sich die Psychologie dahinter anschaut, wird schnell klar, warum das so ist. Sie tun im Wesentlichen zwei Dinge.
Erstens: Sie erlauben sich, ihre Gefühle zu fühlen. Sie verdrängen nicht, dass sie sich schlecht fühlen.
Zweitens: Sie richten ihren Fokus sofort wieder auf die Handlung. Was kann ich jetzt tun, um wieder auf Kurs zu kommen? Manchmal ist das etwas Körperliches, manchmal ist es etwas Mentales, etwa sich bewusst damit auseinanderzusetzen, was schiefgelaufen ist und die Situation gründlich nachzubereiten.
Ich sage den Menschen, mit denen ich arbeite, immer Folgendes: Du darfst dich schlecht fühlen. Es ist völlig normal, dass du dich schlecht fühlst. Aber worüber du die Kontrolle hast, ist, wie lange du dich schlecht fühlen wirst.
Die Sportler und die Führungskräfte, mit denen ich arbeite, geben sich selbst für eine kurze Zeit die Erlaubnis, enttäuscht und gefrustet zu sein. Danach richten sie ihren Blick sofort wieder auf die Frage: Was kann ich als Nächstes tun?
Es ist nicht das Gefühl der Enttäuschung oder der Niedergeschlagenheit, das Menschen als Wettkämpfer oder Leistungsträger scheitern lässt. Entscheidend ist, ob sie in dieser Niedergeschlagenheit verharren, ohne wieder ins Handeln zu kommen.
Genau das ist der Unterschied zwischen Menschen, die sich nach Rückschlägen schnell wieder aufrappeln, und denen, denen das nicht gelingt.