Wo und wie bemerkst du eigentlich, dass du gestresst bist?
Stress zeigt sich nicht erst dann, wenn du völlig erschöpft bist. Oft sendet dein System schon lange vorher Signale. Die entscheidende Frage ist: Nimmst du sie wahr?
Ich schaue beim Thema Stress auf vier Ebenen:
1. Gedanken
Deine Gedanken beginnen zu kreisen. Du grübelst, malst dir negative Szenarien aus, denkst ständig an das, was noch erledigt werden muss. Vielleicht tauchen Sätze auf wie:
„Ich schaffe das alles nicht.“
„Ich darf keinen Fehler machen.“
„Ich muss noch …“
2. Emotionen
Du wirst schneller gereizt, ungeduldig oder ärgerlich. Vielleicht fühlst du dich nervös, ängstlich, frustriert, hilflos oder zunehmend lustlos. Dinge, die dich sonst kaum aus der Ruhe bringen, treffen dich plötzlich stärker.
3. Verhalten
Auch dein Verhalten verändert sich: Du ziehst dich zurück, sagst Verabredungen ab, bewegst dich weniger, arbeitest noch länger oder greifst häufiger zum Smartphone. Du wirst hektischer, machst mehr Fehler oder kannst dich schlechter konzentrieren.
4. Körper
Der Körper meldet Stress oft besonders deutlich: flache, schnelle Atmung, hochgezogene Schultern, Muskelverspannungen, Kopf- oder Rückenschmerzen, Magenprobleme, Schlafstörungen, innere Unruhe oder Heißhunger.
Das Problem: Viele dieser Signale werden lange ignoriert.
„Das geht schon wieder vorbei.“
„Nach diesem Projekt wird es ruhiger.“
„Ich muss nur noch diese Woche durchhalten.“
Stresskompetenz beginnt deshalb nicht beim Stressabbau, sondern bei der Wahrnehmung.
Frag dich regelmäßig:
Was denke ich gerade?
Was fühle ich?
Wie verhalte ich mich?
Was sagt mein Körper?
Je früher du deine persönlichen Stresssignale kennst, desto früher kannst du gegensteuern.
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Nächster Online Termin: 02.12. – 05.12.2026