Subject: Warum sich produktive Selbstgespräche immer auszahlen

Warum sich produktive Selbstgespräche immer auszahlen

 

Ob Spitzensportler oder High-Performer in der Wirtschaft – keiner kann auf Dauer oder genau auf den Punkt Höchstleistung erbringen, wenn er nicht in der Lage ist, A) an den Sieg, die Medaille oder den erfolgreichen Abschluss, die begeisternde Rede u.a. zu glauben und sich und seinen Stärken zu vertrauen und B) sich selbst Mut zuzusprechen (falls doch einmal Zweifel aufkommen oder es nicht gleich so klappt wie gewünscht).

 

Affirmationen sind ein wunderbares Mittel, um das eigene Denken positiv zu beeinflussen. Ich selbst nutze sie im Mental Coaching und wende sie seit vielen Jahren natürlich auch persönlich an. Mit erstaunlichen Ergebnissen. Dafür gibt es unzählige Beispiele, vor allem aus dem Sport – wir haben es zuletzt bei den Olympischen Spielen in Paris bei Interviews mit Medaillengewinnern immer wieder gehört.

 

Positive Selbstgespräche stärken das Selbstbild und die Zukunftsperspektive

In den Ausführungen der Oxford University Press „Self-affirmation activates brain systems associated with self-related processing and reward and is reinforced by future orientation“ (National Library of Medicine) wird beschrieben, wie Selbstbestätigung (eine Form von Affirmationen) das Gehirn beeinflusst und welche neuronalen Mechanismen dabei eine Rolle spielen. Anhand funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) konnte aufgezeigt werden, dass positive Selbstgespräche (Affirmationen) nicht nur subjektiv wahrgenommen werden, sondern auch objektiv messbare Veränderungen in der Gehirnaktivität hervorrufen. Es werden Gehirnregionen aktiviert, die mit Selbstverarbeitung und Belohnung assoziiert sind. Die Ergebnisse legen nahe, dass Selbstaffirmation das Potenzial hat, langfristig positive Verhaltensänderungen zu fördern, indem sie das Selbstbild und die Zukunftsperspektive stärkt.

 

Trotzdem haben viele Menschen immer noch Vorurteile. Sie zweifeln an der Wirksamkeit, sie belächeln die Methode und fragen mich beispielsweise skeptisch: „Na ja, aber soll ich mich jetzt selbst anlügen?“ oder „Ja, muss ich jetzt immer positiv denken?“ Zweimal lautet meine Antwort darauf: „Nein, natürlich nicht!“ Weder das eine noch das andere.

 

Vielleicht sind es Glaubenssätze, vielleicht hat es der eine oder die andere schon einmal probiert – und ist gescheitert. Aber ich kann Ihnen versichern: Dann lag es wahrscheinlich eher an der Ausführung und weniger an der Methode. Ich glaube und vertraue felsenfest darauf, dass positive Selbstgespräche etwas bewirken. Sonst würde ich nicht mehr damit arbeiten. Aus diesem Grund möchte ich hier und heute diese falschen Annahmen ein für alle Mal aus der Welt schaffen.

 

Auch wenn die Welt ist, wie sie ist ... unsere Gedanken lassen sich steuern

Um es vorauszuschicken: Ich gehöre nicht zu den Mental Coaches, die sagen, man muss 24 Stunden 7 Tage die Woche positiv denken. Das ist nicht das Leben. Und das hilft keinem weiter. Unser Leben ist nun mal ein Auf und Ab, immer wieder. Das können wir nur bedingt beeinflussen – viel zu vielfältig sind die Aufgaben und Herausforderungen, die täglich auf uns einströmen.

 

Aber wenn wir die Welt um uns herum schon nicht ändern können, warum es nicht einmal mit den Gedanken probieren, mit denen wir das Drumherum bewerten. Ein Problem löst sich nicht durch positives Denken alleine – aber Ärger, Frust oder Wut verstärken es meist noch. Außerdem erlauben uns negative Emotionen oftmals keinen anderen, neuen Blickwinkel. Mit etwas Abstand jedoch – und indem wir uns positiv zureden, dass sich eine Lösung finden wird – tauchen manchmal wie von selbst Möglichkeiten auf. 

 

Tatsache ist auch: Wenn wir mehr negativ/pessimistisch denken als optimistisch, dann hat das eine negative/pessimistische Auswirkung auf unsere Gesundheit, Resilienz, Produktivität, Innovation und so weiter. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns auf die Seite des Optimismus schlagen, dass wir lernen (und das kann man tatsächlich sehr gut trainieren), zuversichtlich zu sein.

 

Man muss dabei ganz klar unterscheiden zwischen der erzwungenen rosaroten Brille und „24/7 positiv denken“ und einer grundsätzlichen Einstellung, die durch positive Selbstgespräche (Affirmationen) gestärkt wird, also mehrheitlich geprägt ist von Optimismus und Zuversicht.

 

Positive Selbstgespräche und produktive Gedanken

Letztendlich geht es bei dem Thema „positive Selbstgespräche“ meiner Meinung nach um produktive Selbstgespräche. Wenn Sie sich manchmal fragen: „Was ist denn nun die Aufgabe bzw. der Nutzen von Selbstgesprächen?“ kann ich nur antworten „Sie sollen uns helfen!“

 

Wir führen den lieben langen Tag und Nacht Selbstgespräche. Wir reden mit niemand anderem so viel wie mit uns selbst. Manchmal fließt durchaus das eine oder andere wertschätzende Wort, ein Lob ein, wenn uns etwas wirklich gut gelungen ist – viel lieber allerdings hadern wir mit uns. Wir beschimpfen uns, wenn wir etwas falsch gemacht haben. Wir zweifeln an uns, ob wir uns wirklich gut entschieden oder richtig gehandelt haben. Wir zetern und wettern gegen uns selbst. Wir setzen uns herab und machen uns nieder. Manchmal so schlimm – das würden wir keinem anderen Menschen antun!

 

Also drehen wir den Spieß doch einfach um! Anstatt uns zu ständig zu verletzen, lautet unser Ziel ab sofort: keine negativen Selbstgespräche mehr! Sondern möglichst häufig und regelmäßig lieber positive und ermutigende, produktive und motivierende Selbstgespräche führen. Die Hauptaufgabe von Selbstgesprächen ist, dass sie unsere Leistung positiv beeinflussen und uns motivieren.

 

Keine 08/15-Kalendersprüche – lieber ehrlich und bejahend zu uns selbst

Ganz ehrlich ... bei positiven Selbstgesprächen, so sinnvoll und wertvoll sie auch sind, ist Vorsicht geboten. Lapidare Sprüche aus den sozialen Netzwerken wie „Ich bin wunderbar, ich bin großartig, ich bin toll!“ bewirken manchmal eher das Gegenteil. Wenn ich mich nicht so fühle oder nicht so über mich denke, dann hilft es auch nichts, mir so etwas den lieben langen Tag zu sagen. Wenn Sie dadurch den inneren Rebellen auf den Plan rufen, haben Sie nichts erreicht – außer das Vorurteil bekräftigt, dass „der Humbug“ doch eh nicht funktioniert.

 

Wenn Sie sich morgens vor den Spiegel stellen, ziemlich gerädert, weil Sie die ganze Nacht nicht schlafen konnte, weil sie krank sind oder es draußen wegen einer Party sehr laut war, dann ist es sicher nicht hilfreich, sich im Spiegel anzusehen und zu sagen „Ich bin voll und ganz in meiner Kraft, ich sehe gut aus, ich werde heute Höchstleistungen vollbringen.“ Vielleicht versuchen Sie es besser mit: „Okay, die Nacht war nicht so, wie ich es mir vorgestellt habe. Trotzdem kann ich heute etwas leisten, in dem ich auf mich und mein Energielevel achte – und mein Umfeld trotz Müdigkeit und dadurch eingeschränkter Nerven wertschätzend behandle.“

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Kein Wecker. Kein Montagsstau. Kein Kalender. Nur Leben.

 

Der Gedanke „Lottogewinn und nie wieder arbeiten“ – wer hatte ihn noch nicht?

Einfach nicht mehr arbeiten.

Klingt verlockend, oder?

Aber wollen wir das wirklich?

 

Aber ganz ehrlich: Ich glaube, mir würde schnell langweilig werden.

 

Ich habe für mich gemerkt: Ich arbeite gerne. Seit ich selbstständig bin, erlebe ich, dass ich anderen Menschen helfen und Lebenssituationen verbessern kann. Das fühlt sich erfüllend an und macht mir Freude. In meiner angestellten Tätigkeit war das nicht immer so.

Ich arbeite gerne, weil ich etwas bewirken kann. Weil ich Ideen umsetzen, etwas bewegen darf – und vor allem wegen der Menschen.

Ich arbeite gerne, weil ich auf der ganzen Welt Menschen treffe, die mein Leben bereichern.

Und weil ich immer wieder die Chance bekomme, über mich selbst hinauszuwachsen. Durch meine Arbeit habe ich gelernt, wo meine Stärken liegen, was ich gut kann – und vor allem, was mir Freude bereitet und was nicht. Das finde ich enorm wichtig im Arbeitsleben.

 

Arbeit ist nicht nur das, wovon wir Urlaub brauchen. Sie ist auch das, woran wir wachsen, Menschen treffen, uns verwirklichen und einen Beitrag zur Welt leisten.

Abends müde zu sein von etwas, das für mich Bedeutung hatte, hat für mich etwas sehr Erfüllendes.

 

Die Psychologie ist da übrigens erstaunlich unromantisch: Menschen ohne Arbeit geht es oft nicht besonders gut. Arbeitslosigkeit oder der Übergang in die Rente sind häufig verbunden mit Depressionen, Angststörungen und dem Gefühl, überflüssig zu sein.


Manche Träume sehen eben nur aus der Ferne schön aus.

Erholung statt Flucht

 

Wenn man müde, gestresst oder überreizt ist, greift man schnell zu allem, was die Anspannung lindert. Vielleicht scrollt man stundenlang durchs Internet oder nascht zwischendurch. Es fühlt sich zwar erleichternd an, ist aber meist nur etwas, das die Erschöpfung etwas betäubt.

Es gibt einen Unterschied zwischen Flucht und Erholung. Flucht lenkt von den eigenen Gefühlen ab, Erholung hingegen hilft, sich davon zu erholen. Das eine hält einen beschäftigt, das andere gibt einem tatsächlich etwas zurück.
Wahre Erholung ist ruhiger, als man denkt. Es kann bedeuten, ein paar Minuten ohne Ablenkung dazusitzen. Es kann bedeuten, sich zu dehnen, kurz an die frische Luft zu gehen oder sich hinzulegen, ohne auf einen Bildschirm zu schauen. Es muss einfach etwas sein, das man bewusst tut.

 

Das Problem ist nicht, dass du Pausen machst, sondern dass du vielleicht die Art von Pause wählst, die dich zusätzlich auslaugt. Wenn du bereits erschöpft bist, hilft zusätzliche Stimulation selten. Was wirklich hilft, ist, dir Zeit zu nehmen, damit dein Körper zur Ruhe kommt und neue Kraft schöpfen kann. Wenn du das nächste Mal eine Pause brauchst, halte inne, bevor du in deine Gewohnheiten zurückfällst. Frage dich, was dir in den nächsten fünf Minuten wirklich guttun würde, und tue genau das. Achte darauf, wie du dich danach fühlst. Diese kleine Veränderung wird dir mehr darüber lehren, was dein Körper und Geist tatsächlich brauchen, als jede kurzfristige Ablenkung.

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Für den Inhalt verantwortlich: Antje Heimsoeth

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